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Mein Weinblog

Der Fotograf als Winzer

Montag, 6. August 2018 - 08:02 Uhr
Weinlese vorgezogen!!

Ganz spontan und überraschend kam es jetzt zur Weinlese in meinem Wingert. Was man in den Medien sehen und lesen konnte, musste auch ich erfahren: Die Wespen sind in diesem Jahr früher unterwegs und haben schon angefangen, meinen Muscat bleu anzustechen. Da die Trauben schon sehr reif waren, musste ein Entscheidung getroffen werden: Ganz schnell mit der Weinlese beginnen!! Und das diesjährige Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen!! Ich, ein kleiner aber feiner Winzer, bin in diesem Jahr sehr zufrieden!!
Und so ergab sich nach getaner Arbeit ein ebenso spontanes "Weinlesefest" mit Dani, Lena und Lars, mit denen wir am Abend ihres letzten Urlaubstages eigentlich nur einen kühlen Schoppen trinken und noch mal ihre Ferienerlebnisse Revue passieren lassen wollten. Dann haben wir auf ihrer wunderschönen Terrasse in deren traumhaftem Garten angefangen, Fachgespräche zum Thema "Wein" zu führen und entschlossen uns zu einer ganz ungewöhnliche Weinprobe: Welcher Apfelwein der bekannten Keltereien schmeckt mit wie viel Wasser besonders gut? Letztendlich haben wir über den Weinbau allgemein und teils ganz speziell gesprochen. Es wurde ebenso spontan der Grill auf Temperatur gebracht, wurden Bratwürste, Käsewürstchen, Tomaten, Oliven, Käsewürfel, Feta und sogar noch Nudelsalat von den Winzerinnen herbei gezaubert und das gemütliche Treffen kurzerhand zum Weinlesefest 2018 ernannt. So muss es sein, wenn besondere Weinfreunde sich treffen!!

Dienstag, 31. Juli 2018 - 04:49 Uhr
Was eine Hitze im Wingert

Es gab ja schon mehrfach Hitzeperioden. Diese kommt mir aber ziemlich heftig vor. Ich erinnere mich an meine Kindheit. Da war in den Ferien durchgängig schönes Wetter. Zwischendurch mal ein kleiner Regenschauer. Aber zu heiß war es nie. Meistens tolles Schwimmbadwetter. Jetzt, nach so langer Zeit der durchgängigen Temperaturen über 30 Grad, ist alles aufgeheizt und Abkühlung ist nicht in Sicht. Morgens ganz früh die Fenster öffnen, damit es in der Winzerstube etwas kühler wird. Und dann gleich die Rollläden runter!
Und dann bin ich (schon frühmorgens) in meinem Wingert. Dort geht ohne Bewässerung nichts. Das Ergebnis der Mühe lohnt sich aber. Mein Muscat bleu entwickelt sich prächtig. Andere Winzerkollegen hoffen auf Regen. Wie sagte gestern einer: "Ja, es gibt in diesem Jahr viele Trauben. Aber ohne Wasser wird es wenig Wein geben." Meine Reben hängen voll und durch die gezielte Bewässerung dürfte ich zum Glück keine Probleme bekommen. Die Weinlese wird diesmal früher sein. Geplant habe ich Ende August. Ich hoffe nur, dass mögliche Gewitter keinen Schaden anrichten und Hagel ausbleibt.

Mittwoch, 4. Juli 2018 - 16:27 Uhr
Ja, ja die schöne Pfalz..

Sommerliches Wetter, in meinem kleinen Wingert reifen die Trauben. Sie beginnen, sich zu verfärben und lassen mich erahnen, dass es eigentlich ein gutes Weinjahr werden wird. Es ist ja wahnsinnig trocken, so dass ich bewässern muss. Es könnte bald mal Regen geben. Mal sehen!! Bis zur Weinlese kann aber noch viel passieren...
Da eigentlich alles soweit getan ist, waren wir wieder mal in der Pfalz. Eine traumhafte Landschaft! Man könnte sich verlieben in die vielen Weinstöcke der unterschiedlichsten Rebsorten. Ein verlockender Gedanke, dort zu wohnen und sich mit den Winzerinnen und Winzern auszutauschen. Viele Stunden zwischen den Reben spazieren gehen und die Trauben bei ihrem Wachstum beobachten. Und dann, am Abend, ein leckeres Gläschen Wein in einer der zahlreichen Weinstuben, Weinlokale und Winzerhöfe bei kulinarischen Köstlichkeiten genießen und den Tag ausklingen lassen.
Ein Stückchen dieses Traums haben wir uns gegönnt!! Nicht nur, dass wir sehr, sehr gut gegessen und ebenso hervorragenden Wein dazu getrunken haben. Um auch in der nächsten Zeit, diesen wunderschönen Tag dann zu Hause an der Bergstraße (möglichst im Wingert) noch mal Revue passieren zu lassen, haben wir einige Flaschen des eingefangenen Sonnenscheins mitgenommen. Und dabei, man staune, mit einer sehr netten ehemaligen Pfälzer Weinprinzessin geplaudert.
Was wünscht sich eine kleiner aber feiner Winzer mehr....

Dienstag, 12. Juni 2018 - 14:15 Uhr
Alles im grünen Bereich....

Wer glaubt, dass ich keinen Weinblog mehr schreibe, verreist oder erkrankt bin, vielleicht meinen Wingert aufgegeben habe, dem kann ich eine gute Nachricht verkünden: Es geht weiter!! Ich hatte in den letzten Wochen beruflich sehr viel zu tun. Also: Es ist alles im grünen Bereich!! Ich habe aber trotzdem jeden Tag nach meinen Reben geschaut, die sich - wie ich meine - sehr gut entwickeln. Ich bin mal ganz optimistisch und blicke mit großen Erwartungen in dieses Weinjahr. Auch wenn bis zur Lese noch viel zu tun ist!
Das Thema Wein ist und war natürlich die ganze Zeit präsent. Und es gab auch zahlreiche Begegnungen mit Winzern und Weinliebhabern. So zum Beispiel mit meinem Freund Peter und seiner liebenswerten Frau Ute. Eigentlich sollte es ein ausgelassener Grillabend auf der schattigen und kühlen Terrasse hinter ihrem Haus werden. Aber wenn sich Weinliebhaber treffen, dann werden doch Fachgespräche geführt, unterschiedliche Weine probiert. Wir machten auch einen abendlichen Rundgang durch seinen Wingert. Sehr ordentlich und überaus interessant!! Peter hatte schon die neueste Ausgabe von "FALSTAFF" - die Zeitschrift für Genießen (ich sage lieber Genießer..), Wein und gutes Essen. Die habe ich jetzt natürlich auch als Lektüre in meinem aktuellen Fundus.
Mein Weinkeller ist in der Zwischenzeit wieder aufgefüllt, die Lücken, die sich bei meinen Lieblingsweinen ergeben haben, geschlossen. Zahlreiche Zeitungsausschnitte zum Thema Wein - "Bei einer Cuvée mischen Winzer die besten Weine, die sie haben" oder "Das Jahr des Winzers: Wenn der Riesling rieselt..." - sind zwar ordentlich sortiert aber noch nicht richtig gelesen. Es gibt also einiges zu tun in nächster Zeit!! Ich werde berichten!!

Donnerstag, 17. Mai 2018 - 06:58 Uhr
Der Bodensee ist immer wieder schön

Sie musste einfach wieder mal sein, die kleine aber feine Weinreise an den Bodensee! Wir waren schon längere Zeit nicht mehr dort. In meinem Wingert war alles soweit in Ordnung, dass dem Ausflug an das schwäbische Meer nichts im Wege stand. Müller-Thurgau, Spätburgunder, Weißburgunder und "meinen" Hagnauer Weißherbst der aktuellen Jahrgänge konnten wir probieren. Erstmals habe ich die Gelegenheit genutzt, auch kleine Brennereien zu besuchen und den jeweiligen Bodensee-Obstler zu versuchen. Eine neue Erfahrung, die ich machen durfte. Zum Bodensee gehört aber nicht nur der fantastische Wein. Auch gutes Essen gab es. Immer in Verbindung mit einem ausgesuchten Wein. Eine Art der Weinprobe, die ich besonders gerne mache: Wie passt der Wein zu diesen kulinarischen Köstlichkeiten.... Außerdem bin ich immer wieder gespannt, welchen Wein die Bedienungen empfehlen.
Der Bodensee ist immer eine Reise wert! Nicht nur wegen des ausgezeichneten Weines! Ein Stück Erdbeerkuchen mit Sahne mit Blick auf den Hafen in Lindau, eine Schifffahrt mit der weißen Flotte, ein leckeres Eis in der gut frequentierten Fußgängerzone in Konstanz. Dann ein Abschiedsblick über den See von der Dachterrasse des Hotels. Der Bodensee hat viel zu bieten und ist immer eine Reise wert!. Übrigens: Das Hotel Gierer in Wasserburg (www.hotel-gierer.de) kann ich als Bodensee-Domizil nur empfehlen!

Dienstag, 1. Mai 2018 - 05:59 Uhr
Spargel auf Odenwälder Art...

Zu kräftigem Braten und Pastagerichten und auch zu deftiger Vesper mit geräuchertem Schinken soll man ihn trinken, den Souvignier Gris, Spätlese trocken, aus der Lage Heppenheimer Stemmler von der Bergsträßer Winzer eG. Wer mich kennt der weiß, dass ich gerne besondere Weinproben mache und so kam ich auf die Idee, diesen Wein, Jahrgang 2016, zum Spargel zu trinken. Glaubt man den Werbeangeboten, so muss es ein leichter und trockener Weißwein sein. Ein Weißburgunder oder Silvaner wäre ein Empfehlung zum königlichen Gemüse. Warum eigentlich? Es kommt doch auch darauf an, was man zum Spargel isst. Und natürlich, wie der Spargel selbst schmeckt. Unterschiede gibt es allein schon daher, wo der Spargel herkommt, also wächst. Unser Spargel kam diesmal aus Hirschberg kurz vor Heidelberg. Und das Besondere war, dass wir ihn auf Odenwälder Art gegessen haben. Was das ist? SPARGEL MIT KOCHKÄSE, in der Pfanne gebräunten kleinen Kartoffeln und gekochter Schinken. Wenn ich mir als kleiner aber feiner Winzer einen Tipp erlauben darf, dann den: Der Wein muss MIR schmecken! Und dieser Souvignier Gris, übrigens eine erst 1983 neugezüchtete Rebsorte, passte für meinen Geschmack hervorragend zum Spargel mit Kochkäse! Kräftig und neutral. Eine gute Entscheidung, als ich zu diesem mit der goldenen Preismünze bei der hessischen Landesweinprämierung ausgezeichneten Wein gegriffen habe.

Mittwoch, 25. April 2018 - 12:04 Uhr
Interessante Begegnungen beim Weintreff

Wo kann man schon annähernd 200 Weine und viele Sekte bei einer gemütlichen Schlenderweinprobe verkosten? Beim Weintreff! Die Eröffnungsveranstaltung des alljährlichen Bergsträßer Weinfrühlings gilt daher als Geheimtipp unter den Weinfreunden. Bergsträßer Winzer präsentierten ihre Köstlichkeiten und es war wieder ein direkter Vergleich der einzelnen Weine möglich. Allerdings war es diesmal so heiß im Bensheimer Bürgerhaus, dass ich keinen Wein probiert habe. Dafür konnte ich schöne Bilder machen und auch nette und interessante Gespräche führen. So auch mit der Deutschen Weinkönigin 2017/18 Katharina Staab, die von der Nahe an die Bergstraße gekommen war. Ihr Grußwort bei der Eröffnung der Veranstaltung hat mich sehr beeindruckt. Wie schon ihre Wahl, die ich mitverfolgt habe. Mit dabei war auch die Deutsche Weinprinzessin Charlotte Freiberger aus Heppenheim, die ich natürlich sehr gut kenne und die ich schon seit vielen Jahren mit der Kamera begleite. Daher war der diesjährige Weintreff für mich als kleiner aber feiner Winzer eine ganz besondere Veranstaltung.

Mittwoch, 11. April 2018 - 13:35 Uhr
Frühling im Wingert ist einfach schön

Bei strahlendem Sonnenschein habe ich in den letzten Tagen in meinem kleinen Wingert das Erwachen der Natur miterlebt. Muscat blue und Suzi sind, wenn auch noch zaghaft, aus dem Winterschlaf erwacht. Einfach in der Sonne sitzen und den Frühling genießen... Traumhaft!! Jeden Tag werde ich jetzt wieder meinen Lieblingen einen Besuch abstatten, um ihre Entwicklung zu verfolgen. Überall sieht man bunte Blumen blühen, bekommen die Bäume ihre jungen Blätter, fliegen kleine Vögel zwitschernd durch die frische Luft. Meine Frau ist auch schon fleißig: Sie hat ja wahrlich einen grünen Daumen und versteht es immer wieder, ringsum für ein buntes und abwechslungsreiches Bild zu sorgen. Rosenstöckchen gehören ebenso dazu wie wunderschöne Strauchpfingsrosen, die sich über ein neues Zuhause, sprich wunderschöne zum Umfeld passende Blumenkübel, freuen können. Übrigens: Es gibt wieder Spargel! Ich konnte nicht widerstehen und habe, teuer hin - teuer her, das erste Bergsträßer "königliche Gemüse" im Spargelhof Wendel (www.spargelhof-wendel.de) in Zwingenberg gekauft. Von meiner Frau zubereitet gab es, ganz klassisch, Schinken und kleine Bratkartoffeln dazu. LECKER!!

Freitag, 30. März 2018 - 11:21 Uhr
Statt Wein gab es Schnee, Bier und Kultur

Die geplante Weinreise nach Leipzig wurde wegen Kälte, Schnee, Regen und nur gelegentlich Sonne kurzerhand zu einer Kultur- und Bierreise umfunktioniert. Und es war trotzdem schön! Wir, der kleine aber feine Winzer und seine Frau, konnten viele Eindrücke in der großen Messestadt sammeln. Alte und liebevoll restaurierte Anwesen, neue und moderne Häuser aber auch geschichtsträchtige Bauten wechseln sich ab. Und wer gerne shoppen geht, der hat in der Innenstadt jede nur mögliche Gelegenheit dazu. Alleine in dem sehr ordentlichen Bahnhof gibt es annähernd 150 Geschäfte. Oder auch in den "Höfen am Brühl", dem innerstädtischen Einkaufszentrum. Man sollte aber nicht nur einkaufen. Das alte und das neue Rathaus kann man bewundern und sollte unbedingt einen Blick hinüber zum Bundesverwaltungsgericht werfen. Und wer gerne Museen besucht, der bekommt in Leipzig jede nur erdenkliche Möglichkeit dazu. Wir waren zum Beispiel im Zeitgeschichtlichen Forum.
Wenn es allerdings um Wein aus Leipzig geht, dann wird es schwierig. Selbst die intensivste Recherche nach speziellen Weingütern blieb ohne Erfolg. Anfang März gibt es die Weinmesse und Ende Juni das Weinfest auf dem Augustusplatz. In den Lokalen wird natürlich Wein angeboten. Vornehmlich, so meine Erfahrung, aus Baden, Rheinhessen und der Pfalz. Vielleicht hätte die Bergstraße ja hier noch Möglichkeiten, ihren Wein zu verkaufen. Ich werde mich mal bei den Winzerkolleginnen und Kollegen kundig machen. Bier gibt es in allen Variationen. Vom Münchner Gerstensaft über tschechisches Bier bis hin zur "Gose", dem Leipziger Original mit viel Charakter. Schmeckt nicht schlecht... muss es aber mögen... In "Auerbachs Keller" in der Mädler-Passage gab es ein spezielles Kellerbier. Sehr süffig und passend zu den herzhaften kulinarischen Spezialitäten. In der zweitältesten Gaststätte der Stadt weilte einst sehr gerne Johann Wolfgang von Goethe, als er in Leipzig studierte. Und hier (in Auerbachs Keller) war, so die Geschichte, der bekannte Ritt von Faustus auf dem Fass zusammen mit dem zum Hund verwandelten Mephisto.
Ich könnte viel berichten von meiner Weinreise, die zu einem Kultur- und Biererlebnis "erster Klasse" wurde. Eeine Leipzig-Reise kann ich nur empfehlen!!!

Mittwoch, 28. Februar 2018 - 07:06 Uhr
Ganz schön kalt im Wingert

Friert ihr auch, liebe Leser meines Weinblogs? Die Sonne täuscht, wenn man in der warmen Winzerstube sitzt und aus dem Fenster schaut. Da bekommt man schon mal Frühlingsgefühle und hätte Lust, im sommerlichen Outfit die Natur zu erkunden. Schon beim ersten Schritt vor die Haustür spürt man die Kälte, die uns in diesem Jahr doch noch einige winterlich-kalte Tage beschert. Ist ja im Grunde auch gut so... Beim fast täglichen Rundgang durch meinen kleinen Wingert weht mir ganz schön der kalte Wind um die Ohren!! Dicke Jacke, dicke Winterschuhe, hand gestrickte Socken und natürlich eine moderne Strickmütze bis über die Ohren sorgen dafür, dass ich nicht frieren muss. Und ich mich ganz und gar auf meinem Muscat bleu und meine Suzi konzentrieren kann. Winzerkollegen sind schon fleißig bei der Arbeit und biegen die Reben. Gut so...
Und zu Hause? Kaminofen an, gemütliches Holzfeuer und ein gutes Glas Wein in der Hand... So kann es draußen ruhig kalt sein. Oder? Und ich gebe zu, dass ich diese Momente genieße.

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Dietmar Funck

Ja, ich bin unter die Winzer gegangen! Ein Vorhaben, das ich als Weinfreund, Weinliebhaber und Weinsammler schon lange ins Auge gefasst und jetzt umgesetzt habe. Verfolgt in meinem Blog, wie sich alles entwickelt.


 

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