Sie sind hier: Startseite > Mein Weinblog

Mein Weinblog

Der Fotograf als Winzer

Freitag, 8. Dezember 2017 - 09:41 Uhr
Auf dem Bensheimer Weihnachtsmarkt

Die Vorweihnachtszeit ist doch schön! Unter diesem Motto starteten wir zum Bensheimer Weihnachtsmarkt. Am Riesenrad vorbei zum ersten Glühwein. Einen weißen Winzer-Glühwein bei Tea-Time zum Einstieg. Heiß und dampfend kam er in die neuen Becher mit dem Motiv der "Fraa vun Bensem". Nicht zu süß mit leichtem Geschmack von Zitrone auf der Zunge. Durchgefroren von der Busfahrt kam die Wärme zurück. Nachdem er ausgetrunken war, ging es weiter. Ziel war die Bensheimer Karnevalgesellschaft (BKG), die ausschließlich roten Glühwein ausschenkt. Den, wenn man will, aber mit "Schuss". Der ganz Normale war fein und herb. Richtig heiß, so wie man sich das beliebte Getränk wünscht. Er blieb lange warm und hätte uns zu einem weiteren Glühwein verführt. Doch wir trafen eine Kollegin mit ihrem Mann am Marktplatzbrunnen, wo ein Schlehen-Glühwein vom Kirchberghäuschen ausgeschenkt wurde. Ein ganz anderer Geschmack als Kontrast zu den vorherigen Getränken. In geselliger Runde schmeckte der natürlich besonders gut. Wobei sich langsam aber sicher der Alkoholgehalt bemerkbar machte und die Zunge lockerte. Der Bensheimer Bürgermeister war auch da und ließ sich vom Glühwein wärmen. Die kollegialen Gespräche wurden immer intensiver und ein weiterer Glühwein wurde eingeschenkt. Welcher Glühwein war jetzt besonders gut? Ohne Frage: JEDER war auf seine Art hervorragend!! Und JEDER hat seine ganz individuelle Note.
Was trinke ich, wenn ich wieder auf den Weihnachtsmarkt gehe? Erst den weißen Winzer-Glühwein und dann den roten der BKG und zum Abschluss den von Eric Bulling vom Kichberghäuschen...

Donnerstag, 7. Dezember 2017 - 11:27 Uhr
Mein erster Glühweintest

Das Wetter hatte ja anfangs richtiges Glühweinpotential. Mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und Schnee. Doch bis ICH die Möglichkeit hatte, das auf Weihnachtsmärkten begehrte Getränk zu probieren, war es schon wieder warm.
Ich wäre nicht ein kleiner aber feiner Winzer, würde ich nicht trotzdem anfangen, den einen oder anderen Glühwein zu probieren.
Los ging es im kuscheligen Winterdorf am Rhein-Neckar-Zentrum in Viernheim. Wir hatten uns für einen weißen Glühwein entschieden. Eingeschenkt in ein Henkelglas mit entsprechendem Motiv. Er roch schon lecker, war auch fast heiß aber zum Trinken richtig temperiert. Der Geschmack war hervorragend. Nicht zu süß mit einer würzigen Weinnote. Und er war sehr bekömmlich. Leider war ich mit dem Auto unterwegs, so dass es bei nur bei zwei Schluck bleiben musste.
Auf dem kleinen aber wunderschönen Weihnachtsmarkt zwischen dem Modehaus Engelhorn und Kunststraße in Mannheim probierte ich einen alkoholfreien Glühwein. Bei der Bestellung hatte ich eigentlich Zweifel, die ich aber schnellstens verwarf!! In einem einfachen Glas mit Henkel wurde er mir heiß und lecker duftend gereicht. Es muss ein ganz besonderes Glas gewesen sein, denn er blieb lange Zeit wirklich richtig warm. Was mich wunderte: Der Glühwein ohne Alkohol schmeckte absolut nach Glühwein!! Er verbreitete eine wohlige innere Wärme. Er war gar nicht süß und richtig passend zu der nasskalten Witterung und er ließ sogar den beginnenden leichten Regen mit Ruhe ertragen und Weihnachtsstimmung aufkommen. Für mich eine tolle Alternative, wenn man mit dem Auto unterwegs ist und noch fahren muss!!
Entdeckt habe ich bei meinem Bummel durch die Quadratestadt ein Angebot von "Heißer Hirsch". Ein Bio-Glühwein in der Flasche. Nicht teuer und das Etikett deutete eher auf einen Spaß hin. Gekauft habe ich ihn nicht. Doch jetzt war ich wirklich sprachlos!! Auf der Suche im Internet fand ich (klick oben in die Überschrift...) die besten Glühweine 2017 im Vergleich. Und wer wurde Sieger? Heißer Hirsch!! Er ist, so die dortige Beschreibung, ein Qualitätsglühwein mit Charakter. Er schmeckt mindestens so gut wie er aussieht – und dass er der schönste seiner Art ist, bleibt unbestritten. Sein Körper bildet ein dunkelroter, fruchtig-kräftiger Bio-Merlotwein, der mit hochwertigen und 100% natürlichen Bio-Gewürzextrakten verfeinert wird. Die Aromen aus Zimt, Nelken, Vanilleschoten, Kardamom, Piment, Macisblüten, Sternanis, Ingwer, Orange und Zitrone verschmelzen mit Wein und Bio-Zucker zu einer Verbindung mit Suchtpotential – einfach tierisch gut!
Klar, dass ich bei Gelegenheit einige Flaschen kaufen muss!! Es soll ja wieder kalt werden... zum Glück!!

Freitag, 1. Dezember 2017 - 07:42 Uhr
Im Glühweinfieber

Wenn im Wingert alles erledigt ist, die Rebstöcke sich nach einem erfolgreichen Jahr ausruhen können und für das nächste Frühjahr Kraft sammeln, heißt das nicht, dass ich als kleiner aber feiner Winzer tatenlos rumsitze. Nein... auf keinen Fall. Jetzt, wo die Weihnachtsmärkte überall öffnen, beginnt die Zeit des Glühweins. Und da muss der Winzer natürlich präsent sein!! Testen, wo es den besten Glühwein gibt...
Manche Anbieter machen es sich ja ganz einfach. Sie kaufen im Supermarkt irgendeine "Brühe" und verkaufen die für viel Geld. Das ist vornehmlich auf großen Weihnachtsmärkten der Fall. Andere wiederum lassen sich richtig was einfallen: Guter Rotwein, individuell gewürzt und richtig lecker!! Da bekommt man am anderen Tag keinen Brummschädel. Gute Erfahrung habe ich, wenn ich auch mal zu Hause ein oder zwei wärmende Gläser dieser zeitlich begrenzten Köstlichkeit trinken möchte, mit Winzer-Glühwein gemacht, den ich direkt bei den Winzern gekauft habe, deren Weine ich gerne trinke und die auch in meinem kleinen Weinkeller immer vorrätig sind. Allerdings sollte man, hier ein kleiner Tipp von mir, auch darauf achten, aus welchem Glas oder Becher man Glühwein trinkt. Da gibt es nämlich himmelweite Unterschiede. Auf dem Weihnachtsmarkt in Bensheim gibt es jetzt neue Glühweinbecher. Als Motiv die "Fraa vun Bensem". Leider hatte ich bei der Eröffnung keine Gelegenheit, mit Doris Walter - sie ist die Fraa vun Bensem - aus dem neuen Becher den Bensemer Glühwein zu probieren. Aber, und das ganz bestimmt, wird das in den nächsten Tagen nachgeholt! Ich weiß auch schon an welchem Stand ich den ersten probieren werde. Vielleicht ist er so gut, dass ich keinen anderen mehr möchte... Bin gespannt und werde hier berichten. Auf dem Bild ist übrigens die "Fraa vun Bensem" mit dem neuen Glühweinbecher...

Mittwoch, 22. November 2017 - 10:20 Uhr
Winterpause im Wingert

Geschafft!! Jetzt kann es Winter werden!!

In den letzten Tagen war ich, wie so oft, wieder in meinem Wingert. Die Rebstöcke haben ihre Blätter abgelegt und können sich in Ruhe in die Winterpause verabschieden. Ich bin zufrieden mit dem, was sie mir in diesem Jahr an Trauben gebracht haben. Mehr auf jeden Fall, als ich erhofft hatte. Also haben mein Muscat bleu und meine Suzi ihre Ruhe mehr als verdient. Sie sollen sich ausruhen, damit ich mich im Frühjahr wieder an ihrem Wuchs und ihrer Entwicklung erfreuen und hier darüber berichten kann.

Bevor ich als kleiner aber feiner Winzer eine wohlverdiente Pause bis zum Frühjahr machen kann, mussten natürlich noch die Reben geschnitten werden. Auch wenn das Wetter etwas ungemütlich in den letzten Tagen war, habe ich die noch letzte anstehende Arbeit erledigt. Zufrieden kann ich mich also in den nächsten Wochen meinem kleinen Weinkeller widmen. Es sollten mal die Flaschen kontrolliert und abgestaubt werden. Es gibt bestimmt einige fällige Weine, die ich trinken müsste. Eine kleine Weinprobe in diesem (meinem...) Refugium wäre auch eine gute Idee.

Das Thema Wein wird mich also in den nächsten Wochen weiterhin begleiten. Im Weinkeller bei der Weinprobe kann ich mir dann auch schon Gedanken machen, welchen Wein wir an den Weihnachtsfeiertagen trinken könnten. Was es wohl für ein Festmahl gibt? Ich bin gerichtet!! Ganz bestimmt!!! Und werde natürlich hier in meinem Weinblog berichten.

Dienstag, 31. Oktober 2017 - 07:35 Uhr
Toll: Bürgermeister-Wein und Scampi-Nudeln

Ich liebe kulinarische Köstlichkeiten ebenso wie guten Wein. Und bei passender Gelegenheit mache ich gerne die Probe aufs Exempel. Prüfe also an einem praktischen Beispiel, ob denn der von mir zum Essen ausgesuchte Wein auch passt.
Wusste ihr, dass der engagierte Bensheimer Bürgermeister ebenso ein Weinliebhaber ist und gerne ein gutes Gläschen trinkt? Ab und an trifft er sich mit anderen Weinfreunden, um seinen eigenen Wein zu kreieren. Vor gut zwei Jahren habe ich einige exklusive Flaschen von ihm erworben.
Unsere gemütliche "Winzerstube" wurde jetzt zum Gourmet-Tempel. Meine Frau überraschte mich mit Scampi-Nudeln in Zitronensauce. WOW! Und was trinken wir dazu?
Beim konzentrierten Rundgang durch meinen kleinen Weinkeller fiel mir letztendlich, nachdem ich etliche Flaschen in der Hand hatte, MEIN Bürgermeister-Wein auf. Und von einer Sekunde zur anderen war die Entscheidung gefallen! Ein 2014er Privat-Cuvée. Ich ahnte noch nicht, dass ich mich für einen ganz besonderen Rotwein zu einem ganz besonderen Essen entschieden hatte. Auf dem Etikett war nicht ersichtlich, aus welchen Rebsorten dieser Wein vom Rathauschef komponiert wurde. Drehverschluss, einfache Flasche. Doch was sich dann im Glas entfaltete, war mehr als köstlich. Schon beim ersten Probeschluck war mir klar, dass genau DIESER Wein zu DIESEM Essen passen würde. Citrusaromen breiteten sich aus, die sich bei genügend Sauerstoff noch prächtig entfalten würden. In der Nase eine Vielzahl von Früchten zu erkennen.

Ich könnte hier noch lange schwärmen von zwei Highlights, die eine ungeahnte Symbiose eingingen, um mit ihrem gemeinsamen Geschmackshöhepunkt dem kleinen aber feinen Winzer wieder einmal mehr einen traumhaft schönen Abend mit michelin-sternen-verdächtigen Scampi-Nudeln und Bürgermeister-Wein zu bescheren.

Dienstag, 24. Oktober 2017 - 04:55 Uhr
Was ein Goldener Oktober im Wingert

Was waren das schöne Tag!! Die Sonne schien, es war noch mal richtig warm! So hatten wir selten einen richtig goldenen Oktober. In wenigen Wochen ist Weihnachten, man glaubt es kaum, und ich war mehrfach in meinem kleinen Wingert und genoss jeden Sonnenstrahl. Ein besonderes Erlebnis war ein ganz früher Morgen zwischen den Reben. Es war noch dunkel und der Blick auf die Armbanduhr verriet, dass es sieben Uhr ist. Am Himmel stand die Sichel des Mondes. Keine Wolke verdeckte ihn. Es war absolut ruhig zwischen den Reben und man hatte das Gefühl, dass mein Muscat bleu sehnsüchtig auf die aufgehende Sonne wartete. Es war zwar nicht kalt, aber doch recht kühl. Schade, ich hatte keinen heißen, leckeren und duftenden Kaffee dabei. Das Gras zwischen den Reben war nass und je nach Blick glänzten die Tropfen, die die kalte Nacht hinterließen, im Mondschein. Es dauerte nicht mehr lange und ich sah die aufgehende Sonne im Osten. Ich verhielt mich ruhig und wartete noch so lange, bis die ersten Sonnenstrahlen dieses wunderschön beginnenden Tages die in die Herbstfarben getönten Weinblätter in einem ganz besonderen Licht zeigten. Der Wunsch nach heißem Kaffee, frischen Brötchen, Marmelade, Honig, Wurst, Käse und Rührei kam zurück. Zum Glück hatte ich meine Kamera dabei. Schnell einige Fotos zur Erinnerung gemacht. Und dann mit großen Schritten an die Frühstückstafel. Es konnte nur ein wunderschöner Tag werden, an dem ich auch noch frei hatte und nicht arbeiten musste.
Jetzt ist aber, der Jahreszeit entsprechend, der Herbst eingekehrt. In der Zwischenzeit haben die Bäume den Großteil ihres Blätterkleides abgelegt. Auch mein Muscat bleu steht förmlich nackt im Wingert. Nein, er geniert sich nicht. Er ist zufrieden, denn er hat ja sein Jahresziel erreicht und kann sich jetzt auf einen geruhsamen Winterschlaf freuen, um neue Kräfte für das kommende Jahr zu sammeln. Es sei ihm gegönnt.

Freitag, 6. Oktober 2017 - 09:29 Uhr
Wir sind Deutsche Weinprinzessin

Liebe Charlotte,
etwas verspätet aber nicht weniger herzlich:
GLÜCKWUNSCH ZUR WAHL zur Deutschen Weinprinzessin!!

Eigentlich wollte ich ja zu der Wahl der Deutschen Weinkönigin und der Wahl der beiden Deutschen Weinprinzessinnen kommen, doch ich verbrachte diese Zeit auf der Autobahn. Vier Stunden länger als geplant habe ich vom hohen Norden bis an die Bergstraße gebraucht. Und dann blieb mir nur noch die Fernsehübertragung, die ich in letzter Sekunde eingeschaltet habe. Also war ich doch noch, wenn auch nur per TV, bei der Wahl dabei und habe bis zur letzten Sekunde mitgefiebert und die Daumen gedrückt! Und da konnte ich nicht vor Ort fotografieren sondern musste Bilder von der "Mattscheibe" machen.
Die Weinlese an der Bergstraße ist weitestgehend abgeschlossen, wie die Winzerinnen und Winzer den Zeitungskolleginnen und Kollegen im Interview mitgeteilt haben. Auch wenn es dieses Jahr weniger Ertrag gab, so ist man doch mit der Qualität sehr zufrieden. Ich bin schon auf die ersten Weine des Jahrgangs 2017 gespannt. Von der Frostnacht im April waren nur wenige Lagen betroffen und der Hagel Anfang August hat die Bergstraße verschont. Mein kleiner Wingert hat auch alles überlebt.
Ja, es wird Herbst im Wingert und die gelben Blätter leuchten dieser Tage noch schön in der Sonne. Eine Zeit, die ich sehr mag. Gerne nehme ich die Kamera mit, um die Eindrücke bildlich festzuhalten. Der jetzt beginnenden herbstlichen Stimmung entsprechend habe ich mich gestern Abend in meinem kleinen Weinkeller umgesehen und dann für einen Spätburgunder vom Bodensee entschieden. Es war die richtige Entscheidung! Auch, dass ich bei meiner letzten Weinreise an das schwäbische Meer, ein bisschen mehr eingekauft habe.... Es könnten also noch mehrere Abende bei Rotwein werden!! Und dazu noch den Feuerschein im Kaminofen.

Sonntag, 24. September 2017 - 16:43 Uhr
Wird Charlotte Freiberger neue Deutsche Weinkönigin?

Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass mein Vater immer wieder gerne Wein des Heppenheimer Weinguts Freiberger getrunken hat. Ernst Funck und Herbert Freiberger kannten sich schon als Kinder und waren zusammen in der Schule. Und so versteht sich, dass in der vom Verkaufsraum zugänglichen gemütlichen Freiberger-Küche immer wieder in unterhaltsamer Runde "die Männer" einen guten Schoppen getrunken und interessante Gespräche geführt haben. Eine schöne Erinnerung an meine Kindheit. Vielleicht wurde schon damals der Grundstein für mein Interesse an Wein gelegt.
Charlotte Freiberger, Bergsträßer Gebietsweinkönigin 2016/17, hat jetzt die erste Hürde zur Wahl der Deutschen Weinkönigin 2017/18 genommen. Zusammen mit weiteren fünf Weinhoheiten aus den Anbaugebieten Rheinhessen, Nahe, Franken, Pfalz und Sachsen hat sie sich bei der Vorentscheidung in Neustadt an der Weinstraße qualifiziert. Die Wahl zur neuen Deutschen Weinkönigin wird am Freitag, 29. September, ab 20.15 Uhr im SWR Fernsehen ausgestrahlt. Ich werde mir nicht nur als interessierter Weinliebhaber sondern auch als Freund des Weingutes und als fotografischer Begleiter von Charlotte Freiberger die Sendung ansehen.

Mehr über die Wahl zur Deutschen Weinkönigin, Bilder und Infos gibt es hier: http://www.deutscheweinkoenigin.de/
Zum Weingut Freiberger geht es hier: http://www.weingut-freiberger.de/

Montag, 18. September 2017 - 11:09 Uhr
Weinlese vom Norden bis zum Süden in vollem Gange

Wer in den letzten Tagen aufmerksam die Zeitungen liest, der kann verfolgen, dass derzeit vom hohen Norden bis weit in den Süden von Deutschland die Weinlese in vollem Gange ist. Nicht nur an der Bergstraße sind die Winzer fleißig, um in ihren Wingerten die Trauben zu ernten. Auch in einem der nördlichsten und kuriosesten Weinbergen in unserem schönen Land, an den Landungsbrücken des Hamburger Hafens, war man mit der Rebschere unterwegs. Die dort gehegten und gepflegten Reben sind ein Geschenk der Wirte des "Stuttgarter Weindorfes" an die Hamburgische Bürgerschaft. 50 Stöcke der Sorten Regent (rote Trauben) und Phönix (weiße Trauben) wurden bereits 1995 an prägnanter Stelle gepflanzt. Im Jahr 2010 kamen weitere 50 Rebstöcke hinzu. Allerdings werden die Trauben nicht in Hamburg verarbeitet. Dazu muss das Lesegut eine weite Reise antreten, denn in Stuttgart soll aus ihnen Wein werden.
Fleißig bei der Arbeit sind auch die Weinbauern am Bodensee. Der große Schatz ausgezeichneter Weine, die es zum Beispiel in und um Hagnau - lieblich bis trocken ausgebaut - gibt, haben es auch mir angetan. Und wann immer ich eine Weinreise an das "schwäbische Meer" unternehme, fülle ich mit edlen Weinen vom Bodensee meinen kleinen aber feinen Weinkeller auf. Allein in Hagnau, einem Ort mit knapp 1400 Einwohnern, gibt es mehr als 50 Winzerfamilien. Viele der Trauben aus ihren Weinbergen kommen zum Winzerverein Hagnau, der ältesten Winzergenossenschaft im Weinanbaugebiet Baden. Dort kann sich in den Kellern dann der Wein in Ruhe entwickeln. Sehenswert sind dort auf jeden Fall die gigantischen 700-Liter-Holzfässer, die an die unterschiedlichsten Jubiläen erinnern.
Kennengelernt habe ich dieser Tage die Bezirksleiterin der Württembergischen Weingärtner-Zentralgenossenschaft, die in Möglingen ansässig ist. Es war ein überaus interessanter Abend mit Cornelia Mader, bei dem natürlich der Wein im Mittelpunkt stand. Ich habe als kleiner aber feiner Winzer sehr viel über die "WZG-Weine" und natürlich über die Genossenschaft erfahren, die 1946 gegründet wurde und Weinausbau, Weinpflege und Vermarktung der Weine ihrer Mitglieder erfolgreich übernimmt. Einen Blick auf die Homepage der "Württembergischen Weingärtner-Zentralgenossenschaft e.G." unter www.wzg-weine.de kann ich nur empfehlen. Er lohnt sich. Und für mich wird die WZG in Möglingen eines meiner neuerlichen Ziele ausgesuchter Weinreisen sein.

Montag, 11. September 2017 - 12:32 Uhr
Geschafft - das Bergsträßer Winzerfest ist vorbei

So, das Bergsträßer Winzerfest ist vorbei! Ich war nicht so oft unterwegs, aber die Highlights, wie den Empfang für Ehrengäste (bin ich ein Ehrengast...?), die Krönung der neuen Bergsträßer Gebietsweinkönigin Jessica Lehmann, den Jubiläums-Festzug, die große Weinprobe, das wunderschöne Brillantfeuerwerk und die Prämierung des Festzuges am letzten Tag habe ich mit der Kamera begleitet. Dabei sein ist ALLES!! Das habe ich mir auch mal abends ganz privat gesagt und einige weinfrohe Stunden mit meiner Frau, meinem Lieblingsschwager und Freunden dort verbracht.
Mein Wingert ist abgeerntet, die Trauben schon verarbeitet. Also für den kleinen aber feinen Winzer, wie ich einer bin und wie ich mich fühle, alles erledigt. Jetzt heißt es aber wieder aufräumen, saubermachen und Ordnung schaffen. Ist ja viel in den letzten Wochen liegen geblieben.
Der erste Federweißer der Bergstraße wird angeboten!! Da werde ich doch mal bei der Bergsträßer Winzer eG reinschauen und eine Flasche holen. Bin gespannt, wie er schmeckt! Zwiebelkuchen dazu mag ich allerdings nicht so. Lieber zum Federweißen deftige Hausmannskost: Frisches Brot mit Leber-, Blutwurst oder Schwartenmagen. Die Geschmäcker sind halt verschieden.
Und dann werde ich mich, nach getaner Arbeit, mal ein bisschen ausruhen! Meinen Weinkeller inspizieren, sortieren und schauen, was demnächst zur Verkostung ansteht. Jetzt, wo es bald Herbst wird, müsste ich mich mehr dem Rotwein zuwenden. Einige besondere Köstlichkeiten habe ich schon ins Auge gefasst, deren Geschmack mich sehr interessiert. Zum Beispiel eine besondere Cuveé-Variation, die Bensheims Bürgermeister Rolf Richter kreiert hat.
Also: Es gibt immer was zu tun, auch wenn es im Moment nicht so eilt.
Nach dem Bergsträßer Winzerfest ist ja bekanntlich vor dem größten Weinfest an der Bergstraße. Und wenn ich bei einem Glas Rotwein alle Ereignisse der letzten Zeit vor meinem inneren Auge Revue passieren lasse, denke ich ganz bestimmt auch schon an die Weinfeste im nächsten Jahr.

Die Bilderleiste zeigt das wunderschöne Feuerwerk beim Winzerfest. Ich hatte wirklich einen Logenplatz für meine Aufnahmen!!!

Ältere Beiträge

Anmelden

Dietmar Funck

Ja, ich bin unter die Winzer gegangen! Ein Vorhaben, das ich als Weinfreund, Weinliebhaber und Weinsammler schon lange ins Auge gefasst und jetzt umgesetzt habe. Verfolgt in meinem Blog, wie sich alles entwickelt.


 

Suchen nach