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Mein Weinblog

Der Fotograf als Winzer

Mittwoch, 20. März 2019 - 07:16 Uhr
Ich freue mich auf Hannelore

Alle lieben Hannelore!! Und ich als kleiner aber feiner Winzer natürlich auch!! Hannelore ist das Hoch, das uns passend zum kalendarischen Frühlingsanfang am 20. März 2019 um 22.58 Uhr Sonnenschein und vorsommerliche Temperaturen bringt. Toll!! Denn dann ist es in meinem Wingert besonders schön: Morgens in der Frühe zwischen den Reben stehen und den zwitschernden Vögeln lauschen, den Blick zum traumhaften Sonnenaufgang gerichtet. Auf dem Heinweg frische, duftende Brötchen beim Bäcker mitnehmen und anschließend in Ruhe mit seiner Liebsten frühstücken. Es kann dann nur ein schöner Tag werden!!!
Wenn es jetzt also losgeht, die Natur erwacht, dann freue ich mich schon auf unterhaltsame, erlebnisreiche und kulinarisch-wundervolle Stunden im Umfeld meiner Reben. Mit meinem Muscat bleu bin ich mehr als zufrieden und hoffe, dass er mir auch in diesem Jahr wieder so viel Freude bereitet. Ich bin gespannt!
Gespannt bin ich auch auf die diesjährige Weinmesse bei der Winzergenossenschaft in Kallstadt. Die ersten frischen und fruchtigen Weine des 2018er Jahrgangs warten und können verkostet werden. Typische Aromen von Stachelbeeren und exotischen Früchten verspricht der 2018er Kallstadter Kobnert Sauvignon Blanc. Vielversprechend klingt auch die im Eichenfass veredelte Köstlichkeit aus dem EDITION's-Programm , die im Bukett ein dezent eingebundenes Raucharoma mit reifen Früchten und langem Nachhall verspricht.
Und in meinen kleinen Weinkeller mitnehmen werde ich ganz bestimmt den feinherben Saumagen-Riesling, der bei uns in der "heimischen Winzerstube" ebenso gerne getrunken wird wie auf der Terrasse an sommerlichen Abenden. Eine schön gekühlte Flasche dieses meines Lieblingsweins habe ich natürlich auch schon in den Wingert mitgenommen. Ein traumhaftes Erlebnis, wenn man dann noch dem Sonnenuntergang zuschauen kann.

Mittwoch, 13. März 2019 - 16:58 Uhr
Sehr viel Interessantes entdeckt...

Wenn man Weinliebhaber ist, dann liest man viele Berichte in den Tageszeitungen intensiver, die sich mit Wein beschäftigen. So zum Beispiel eine Meldung kürzlich aus Düsseldorf: "Wein ist teurer geworden". Verbraucher mussten beim Kauf von Wein immer tiefer in die Tasche greifen. Nach Einschätzung der Experten vom Deutschen Weininstitut würde sich der Trend in diesem Jahr wohl nicht fortsetzen. Winzer hätten witterungsbedingt im Jahr 2017 weniger geerntet, was einen Preisanstieg notwenig machte. Aber jetzt die erfreuliche Nachricht: Man rechnet für 2019 mit gleichbleibenden Preisen. Nicht zuletzt, weil die Weinlese 2018 größere Mengen erbrachte. Ich bin gespannt und werde es natürlich verfolgen, denn meinen kleinen Weinkeller möchte ich bestimmt nicht leer trinken. Deshalb kaufe ich immer wieder bewährte aber auch neue edle Tropfen hinzu.
Durch Zufall bin ich übrigens auf eine für mich neue Besonderheit gestoßen: "Fruchtig frischer Rauchgenuss" war in einem Pfeifenprospekt zu lesen, dass diese Woche auf meinem Schreibtisch lag. Und was lese ich da? Ein neuer Tabak wurde komponiert mit einem tieftruchtigen Aroma von Weintrauben, Kirsche und Bourbon Vanille. Die Zeit, dass ich mal kurzzeitig als kleiner aber feiner Winzer unter den Pfeifenrauchern weilte, ist lange vorbei. Diesen Tabak hätte ich ganz bestimmt probiert.
Übrigens: Mein Rebschnitt ist in der Zwischenzeit erledigt. Bei strahlendem Sonnenschein in freier Natur. Traumhaft! Zu Belohnung gab es anschließend ein Gläschen trockenen 2017er Grauburgunder von der Winzergenossenschaft in Kallstadt. Den hatte ich zufällig dort bei einer kleinen Verkostung entdeckt und eine Kiste mitgenommen.
Und aufgefallen ist mir dieser Tage auch eine besonderes "Bild" in der Weinstube Mohr in Bensheim. "Der Spruch ist über 30 Jahre alt", sagte Ria Mohr. Kar, dass ich (auch wenn es mit dem Handy war...) ein Foto machen musste. Schaut oben, was da zu lesen ist...

Mittwoch, 20. Februar 2019 - 16:18 Uhr
Mein Weingeschmack liege nicht im Trend!

Nein, liebe Freundinnen und Freunde meiner in der Zwischenzeit von vielen Weinliebhabern gelesenen Zeilen, es ist nichts weiter passiert. Es ist nur im Moment wenig zu tun im Wingert. In meinem kleinen Weinkeller herrscht auch Ordnung. Warum also hektisch sein?
Ich warte auf die ersten interessanten Weine des Jahrgangs 2018. Angeboten werden sie ja schon mehrfach und in den Fachzeitschrift konnte ich auch schon Berichte über die Ergebnisse des 2018er lesen. Sehr interessant!! Was ich demnächst probieren möchte, das habe ich mir natürlich schon aufgeschrieben. Das Wetter ließ mich zudem eher zu Hause verweilen, obgleich ich ab und an mal nach meinem Muscat bleu und der Suzi geschaut habe. Es war die zum Glück passende Zeit für den "kleinen aber feinen Winzer" ordentlich krank zu werden. Diesmal hat es mich heftig erwischt. Klar, wenn man eine als selbst für harmlos eingestufte Erkältung übergeht und dann einen ordentlichen Rückschlag bekommt. Jetzt geht es besser und der Schoppen schmeckt auch wieder.
"Der Trend zu trockenen Weinen ist ungebrochen" hat man gelesen. Die regionalen Geschmacksunterschiede seien aber erheblich. In Sachsen, wo mein Weinfreund Peter herkommt, war der Anteil trocken ausgebauter Weine mit 82 Prozent am höchsten. Danach, mit 74 Prozent, folge die Hessische Bergstraße. Und wie sollte es anders sein: Ich liege nicht im Trend! Meine schon seit längerer Zeit bevorzugt gerne getrunkenen Weine sind feinherb. Ich müsste also an die Mosel fahren, denn dort findet man den höchsten Anteil (mit 56 Prozent) der feinherb oder lieblich-süß deklarierten Weine. Warum nicht mal an die Mosel fahren... Dort soll es auch schön sein!! Mosel-Weine, das muss ich eingestehen, habe ich wissendlich noch keine probiert.
Auch ich habe natürlich den Sonnenschein der letzten Tage genossen! WOW! Das Thermometer zeigte stattliche 14 Grad an. Und da macht der Rundgang durch den Wingert natürlich richtig Spaß! Dort steht in der nächsten Zeit der Rebschnitt an! Viele Kolleginnen und Kollegen waren schon fleißig. Ich konnte krankheitsbedingt noch nicht die Schere ansetzten. Das wird aber baldigst geschehen. Ob mein Winzerfreund Lars schon den Rebschnitt in seinem Wingert erledigt hat? Ich muss mal nachfragen...

Sonntag, 23. Dezember 2018 - 07:29 Uhr
Es weihnachtet sehr....

auch bei dem kleinen aber feinen Winzer, bei dem es der Jahreszeit entsprechend ruhiger geworden ist. In meinem Wingert ist absolute Ruhe eingekehrt. Der Muscat bleu und Suzi haben schon länger ihre Blätter abgelegt. Nach dem sehr mit Stress verbundenem trockenen Weinjahr freuen sie sich, dass sie sich ausruhen dürfen. Zusammen mit Lars, meinem in diesem Jahr für den Wein gewonnenem und jetzt mit Herz und Seele in seinem eigenen Wingert engagierten Freund, warten sie auf den demnächst anstehenden Rebschnitt.
Bei meinen gelegentlichen aber doch regelmäßigen Rundgängen durch den Wingert bin ich mehr als zufrieden und teile die Freude mit anderen Winzerinnen und Winzern, dass 2018 der doch große Ertrag auch einen überaus hervorragenden Wein hervorbrachte. Und so schreibt Dr. Roland Turowski, Vorsitzender der engagierten Weingilde Bergstraße, überaus passend in seinem sehr netten Weihnachtsgruß: "Die Weinlese hat in 2018 so früh wie noch nie begonnen. Das Lesegut war gesund und jetzt reifen fruchtige Weine in den Fässern. Wir dürfen uns auf einen besonderen Jahrgang freuen."
Ich habe schon die ersten Angebote mit Weinen des 2018er Jahrgangs entdeckt. Allerdings konnte ich mich noch nicht entschließen, Goldmuskateller, Sauvignon Blanc, Regent und eine Rotweincuvée aus 2018 in meinen Weinkeller aufzunehmen. Aber probieren werde ich die Weine ganz bestimmt, denn ich bin ebenso gespannt, wie der doch außergewöhnliche Jahrgang schmeckt.
Dieses ereignisreiche Weinjahr endet für mich mit etwas Wehmut: Otto Guthier, langjähriger Geschäftsführer der Bergsträßer Winzer eG, geht zum Jahresende in den wohlverdienten Ruhestand. Mich verbindet mit Otto (wir sind seit vielen Jahren per Du...) nicht nur der Wein der Bergstraße und vom Bodensee, sondern auch die Fotografie. Wir hatten natürlich immer und immer wieder beruflich miteinander zu tun, hatten aber auch privat Gelegenheiten, uns über das eine oder andere fotografische - oftmals auch rechtliche - Problem und über besonders schöne Motive zu unterhalten. Ich wünsche mir (und würde mich freuen), wenn trotz seines Ruhestands unser gelegentlicher Kontakt erhalten bliebe und wir uns nicht nur bei den bekannten und beliebten Weinfesten sehen würde.
Einen Glühweintest habe ich in diesem Jahr übrigens nicht gemacht. Wir waren mit unseren Weinfreunden, Weinliebhabern und Winzerkollegen Ute und Peter auf nur einem Weihnachtsmarkt und unser Ausflug nach Bensheim war ausschließlich freundschaftlicher Natur und endete dann aber trotzdem in einem Weingut. In geselliger Runde schlossen wir in der gemütlichen Stube im Weingut Jäger diesen sehr unterhaltsamen Abend ab. Ein halbtrockener Riesling hatte es uns bei Michael und Conny angetan.

Liebe Leserinnen und Leser meiner immer wieder gerne geschriebenen Zeilen "rund um den Wein", den kleinen und gepflegten Wingert sowie meinen liebevoll sortierten Weinkeller, freut euch auf das Weihnachtsfest. Trinkt zum Festmahl ein Gläschen Wein. Egal, ob ihr euch für einen roten oder weißen Tropfen entscheidet. Schreibt mir, welche Erfahrungen ihr mit dem von euch bestimmt ganz bewusst ausgesuchten Wein zu den kulinarischen Köstlichkeiten gemacht habt. Es wird bestimmt interessant!

In diesem Sinne....

Frohe Weihnachten!

Mittwoch, 14. November 2018 - 12:45 Uhr
Die wunderschöne Wingertsaison beendet

Es war einfach ein traumhafter Sommer! Ja, es war sehr warm und auch der fehlende Regen macht uns noch heute Probleme. So können Schiffe nur halbbeladen werden, weil die Flüsse Niedrigwasser haben. Nicht zuletzt am hohen Benzinpreis merken wir das. Aber trotzdem: Ich konnte als kleiner aber feiner Winzer im auslaufenden Jahr wieder wunderschöne Stunden in meinem schmucken Wingert verbringen, dessen Reben die Hitze und Trockenheit dank liebevoller Pflege bestens überstanden haben. Jetzt heißt es aber Abschied nehmen von sommerlicher Morgen- und Abendsonne, von einem Gläschen Wein im Schatten der Reben oder gemütlichen, ausgelassenen Stunden mit Freunden am Grill und interessanten Weinproben unter freiem Himmel. Überaus zufrieden über die diesjährige Weinernte, kann ich also das Weinjahr soweit abschließen, dass demnächst nur noch der Winter-Rebschnitt ansteht. Den werde ich dann zusammen mit meinem neuen Winzerkollegen und -Freund Lars durchführen. Unser Weinfreund Peter war kürzlich zu einer beneidenswerten Weinreise in um Dresden unterwegs. Seine mitgebrachten Informationen haben Lust gemacht, nächstes Jahr mal wieder in das schöne Bundesland Sachsen zu reisen um mich mit Winzern, Weinfreuden und Weinliebhabern auszutauschen.
Eingestimmt auf die kalte Jahreszeit, die ja nach den Meteorologen in der nächsten Woche beginnen soll, habe ich traditionell wieder die Freude am Rotwein entdeckt. Im Weinkeller ist alles ordentlich sortiert, so dass jetzt dort frohen Stunden nichts mehr im Wege steht.
Und, wie sollte es im November anders sein, waren wir beim ajjährlichen Martinsgansessen. Diesmal, wenn ich mir Werbung erlauben darf, im Hotel Felix in Bensheim. Nach einem leckeren Feldsalat in Balsamicodressing mit gegrilltem
Bacon und Knoblauchcroutons für meine Frau und einer ebenso schmackhaften Kürbiscremesuppe mit Kernöl für mich haben wir uns für knusprige Gänsebrust an Maronensauce und zarte Gänsekeule an Rosinensauce mit hausgemachten Kartoffelklößen und Apfelrotkohl entschieden. Klassisch also, so wie wir es lieben.
Und diesmal nicht einen üblichen Spätburgunder, sondern das neue hochwürzige Power-Ensemble, ein Cuveé aus Lemberger und Shiraz, vom Weingut Hanno Rothweiler in Bensheim getrunken. Es war ein überaus gelungener Versuch, Gänseköstlichkeit mit einem besonderen Bergsträßer Rotwein zu kombinieren.
Und letztmals haben wir jetzt bei einem Gläschen 2016er Riesling von der Winzergenossenschaft in Kallstadt gegrillt. Diesmal nicht am Abend sondern, nach getaner Arbeit, am Nachmittag.

Mittwoch, 10. Oktober 2018 - 06:11 Uhr
Wir Winzer grillen im sonnigen Herbst

Diesen wunderschönen sonnigen Herbst muss man einfach genießen! Und so hatten mein Winzerfreund Lars zusammen mit seiner Frau Daniela die Idee, ihre diesjährige Grillsaison doch bei strahlendem Sonnenschein mit Blick auf die bunten Blätter der Reben zu beenden. Spontan und ohne viel Aufwand. Genau so, wie wir schon ein kleines aber feines Papiertonnen-Treffen auf der Straße mit einem Gläschen Sekt, Apfelwein und Käsehäppchen veranstaltet haben oder, auf den Palisaden im Hof sitzend, Gedanken (nicht nur um den Wein...) bei einem Gläschen Wein austauschten.
Jeder brachte etwas mit und so wurde aus einer Idee ein wunderschöner gemütlicher Abend in überaus netter Runde. Die Winzerfrauen hatten Gurken- und Kartoffelsalat "gezaubert", Lars verstand sich einmal mehr als einer der besten Grillmeister für Bratwürste, Hähnchenspieße und Steaks. Lena genoss sichtlich das gesellige Treiben auf der Terrasse hinter dem Haus.
Jetzt, nach dem die Weinlese allerorts beendet ist, der Rebensaft in den vollen Fässern und Tanks sich hoffentlich bestens entwickelt, die Winzer mit dem Ergebnis mehr als zufrieden sind, können die kleinen aber feinen Winzer auch mal eine Pause einlegen, um zusammen mit ihren Familien den freundschaftlichen Kontakt bei einem guten Essen zu pflegen. Überraschen konnten wir Männer unsere Frauen mit einem Maracuja-Secco der Winzergenossenschaft in Kallstadt. Ich verliebte mich an dem Abend in einen trockenen 2016er Heppenheimer Grauburgunder aus dem Weingut Heinz Freiberger. Lars genoss sichtlich seinen Gin. Alles überaus passend zu den kulinarischen Köstlichkeiten des Abends.

Donnerstag, 4. Oktober 2018 - 07:08 Uhr
Es wird Herbst im Wingert

Beim Rundgang durch meinen kleinen Wingert geht mir richtig "das Herz auf", wie man so sagt, und durchaus zufrieden kann auch ich auf das Weinjahr zurück blicken. Die Blätter der Rebstöcke legen langsam aber sicher ihr Herbstkleid an. Bunt leuchten sie in der Spätsommersonne. Man muss einfach diese schönen Momente mit der Kamera festhalten!
Ich war einige Tag im hohen Norden unterwegs. Schön war es... aber in Sachen Wein sehr ernüchternd. Der krönende Abschluss des Biertrinkens fand bei Karin in deren Schmuckerstube beim ausgelassenen Oktoberfest statt. Ein sehr lustiger Abend!! Jetzt bin ich froh, dass ich wieder genüsslich und in Ruhe ein gutes Glas Rebensaft trinken kann. Man muss ja nicht übertreiben...
Es hat sich viel getan in meiner kurzen Abwesenheit. Jessica Lehmann zum Beispiel, die letztjährige Bergsträßer Gebietsweinkönigin, hat es leider nicht ins Finale zur Wahl der Deutschen Weinkönigin geschafft. Schade... Carolin Klöckner (Württemberg) wurde die 70. Deutsche Weinkönigin für die Regentschaft 2018/19. Ihr zur Seite stehen die Prinzessinnen Inge Storck (Pfalz) und Klara Zehnder (Franken). Für Charlotte Freiberger aus Heppenheim, Deutsche Weinprinzessin 2017/18, endete damit ihre bestimmt sehr interessante Amtszeit. Ich bin gespannt, was sie mir demnächst erzählen wird.
Mein freundschaftlicher Winzerkollege Lars beobachtet ganz gespannt, was sein Muscat bleu in dieser Zeit macht. Für ihn ist es ja der erste Herbst und sehr interessiert hat er gefragt, wie es denn weiter geht, wann der Rebschnitt ansteht. Ich werde ihn natürlich beraten und, wenn nötig, dabei helfen.
"Erlöst vom Biertrinken" habe ich wiederholt unseren Federweißen probiert. Nicht schlecht... wenn gleich ich das Gefühl habe, dass er letztes Jahr intensiver geschmeckt hat.
Im Oktober beginnt die Zeit der kulinarischen Wildköstlichkeiten. Zeit also, mal nach meinem Rotwein im Keller zu schauen. Wenn die Abende kühler werden, dann schmeckt ein Gläschen Rotwein besonders gut. Vielleicht sollte ich auch schon mal den Kaminofen vorbereiten. Anzündholz richten, Holz bereitlegen...

Dienstag, 4. September 2018 - 07:33 Uhr
Trinkt Wein... der schmeckt fein!!

Das Glas Sekt am Sonntagabend auf dem Bergsträßer Winzerfest in Bensheim hat für mich eine 38-jährige Tradition. Am ersten Wochenende, mit der Eröffnung des Weinfestes am Samstagabend und dem großen Umzug am Sonntag, muss einfach alles klappen. Alleine die Vorstellung, dass die Bilder nichts werden, ist Stress. Und, wenn alles erledigt ist, gibt es ein Gläschen Sekt. Diesmal konnte ich zum krönenden Abschluss des Wochenendes mit Bensheims Bürgermeister Rolf Richter anstoßen. Er ist ja auch Weinkenner und Weinliebhaber und so ergaben sich wieder sehr nette und interessante Gespräche. Nicht nur "rund um den Wein"....
In diesem Jahr ist mehr los auf dem "Fest der Feste". Den Umzug verfolgten viel mehr Zuschauer, als in den Jahren zuvor. Auch im Weindorf war am Sonntagabend kein Durchkommen mehr. Und beim Tag der Betriebe sowieso. An informative Gespräche mit Winzerkolleginnen und Kollegen oder an eine kleine persönliche Weinprobe war bisher nicht zu denken. Das ist ja auch nicht der Sinn des Bergsträßer Winzerfestes. Geselligkeit steht im Mittelpunkt. Und, dass die Winzer ihre Fässer (so war mal der Grundgedanke) für den neuen Wein leeren. Also helfen wir ihnen, damit sie keine neuen Fässer (heute sind es ja Edelstahltanks...) kaufen müssen!! PROST!!

Dienstag, 28. August 2018 - 06:48 Uhr
Wein- und Sektfest gefeiert

Es müssen ja nicht immer Fachgespräche beim Besuch eines Weinfestes sein. Man kann als kleiner aber feiner Winzer auch einfach mal die Geselligkeit pflegen. So geschehen beim Wein- und Sektfest der Bergsträßer Winzer eG. Nach getaner Arbeit wollte ich mal ohne Kamera das sehr beliebte Fest besuchen. Und es war eine überaus gute Entscheidung und ein sehr schöner Abend. Wir haben viele aktuelle Freunde und Bekannte ebenso getroffen wie Personen, die man schon lange Zeit nicht mehr gesehen hat. Uns hat es an diesem Abend der 2017er Rote Riesling, feinherb, angetan!! Ein sehr, sehr runder und überaus, wenn man so sagen darf, süffiger Wein. In unserer Gruppe, die sich dann im Laufe des langen Abends an einem der Stehtische festigte, trank man Grauburgunder und Weißburgunder. Als eine für uns doch unbekannte kulinarische Köstlichkeit, die für unser Empfinden aber bestens zum Wein passte, war eine "Lange Bratwurst mit Kochkäse und Zwiebeln". Serviert in einer Laugenstange. Ich habe mich für eine "Handkäse-Bratwurst im Roggenbrötchen" entschieden. Beides sehr, sehr lecker! Bei "Weck, Worscht und einem sehr guten Woi" wurden viele Erinnerungen ausgetauscht. Ein herzliches Dankeschön an das Team der Winzer eG: Sehr freundlich, sehr aufmerksam und wirklich überaus fleißig!! Es war ein gelungener schöner Abend... Und ein Scherz zum Schluss.... Ich habe fünf Rote Riesling getrunken! Aber ich bekam immer nur Weißwein... ;-))

Mittwoch, 22. August 2018 - 05:08 Uhr
Einen Winzer mehr auf dieser Welt...

Jetzt, wo meine überaus ertragreiche Weinlese erledigt ist, die Trauben verarbeitet sind und sich mein Muskat bleu sichtlich auf den herannahenden Herbst einstellt, finde ich etwas Ruhe, um mich anderen schönen Dingen zum Thema Wein zu widmen. Aufmerksamer als sonst lese ich zum Beispiel die Tageszeitungen und finde dort doch immer wieder sehr interessante Artikel. So wird zum Beispiel darüber berichtet, dass der Badische Wein sauber ist. So gab das Ministerium in Stuttgart auf eine Anfrage der Grünen zur Antwort, dass Rebflächen mit reinem Kompost und nicht mit PFC-haltigen Kompost-Papierschlamm-Gemischen gedüngt worden seien. Bei Proben der Trauben konnte diese Chemikalie nicht nachgewiesen werden.
Bei einem Artikel auf der Kulturseite einer anderen Zeitung hat mich die überaus lustige Überschrift angesprochen: "Trockener Otto" oder "Lieblicher Blödel". So etwas muss man als kleiner aber feiner Winzer natürlich lesen. Berichtet wird über den Mainzer Prominentenweinberg am Jakobsberg. Zurzeit gibt es dort 42 Rebstöcke. Ingelheimer Spätburgunder und Riesling. Den Grundstock für diesen besonderen Weinberg hat übrigens Kardinal Karl Lehmann, wie man liest, mit einem messweinroten Burgunder gelegt. Prominente Persönlichkeiten folgten ihm. Malu Dreyer, die Rheinlandpfälzische Ministerpräsidentin, hat gepflanzt. Auch Friedensnobelpreisträger Lech Walesa oder unser Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Sogar Komiker Otto Waalkes ist seit 2015 mit einem Burgunder-Stock vertreten. Von ihm leitete sich übrigens die lockere Überschrift ab: Er. Otto Waalkes, überlegte, ob auf dem Etikett der Weinflasche dann "Ottifantenwein", "Trockener Otto" oder "Lieblicher Blödel" stehen soll.
Und noch einem erfreulichen Ereignis konnte ich mich jetzt widmen: Ich habe einen Freund zum Weinbau animieren können! Der Geburtstag von meinem Lieblings-Nachbarn (mit eingeschlossen sind natürlich seine Frau und Tochter!!) gab den Anlass, ihm einen Weinstock zu schenken. Gemäß dem Satz "Jeder Mann muss in seinem Leben einen Baum und einen Weinstock gepflanzt haben." Schön, dass es jetzt einen kleinen aber feinen Winzer mehr auf dieser wunderbaren Welt gibt!!

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Dietmar Funck

Ja, ich bin unter die Winzer gegangen! Ein Vorhaben, das ich als Weinfreund, Weinliebhaber und Weinsammler schon lange ins Auge gefasst und jetzt umgesetzt habe. Verfolgt in meinem Blog, wie sich alles entwickelt.


 

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