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Mein Weinblog

Der Fotograf als Winzer

Donnerstag, 11. Januar 2018 - 09:08 Uhr
Jetzt ist es da... das neue Jahr

Weihnachten mit seinen Feiertagen und dem damit verbundenen langen Wochenende ist ebenso vorbei wie Silvester, das uns ja auch noch einen freien Montag bescherte. Für die Schulkinder geht es auch in die letzten Ferientage. Unser Original Dresdner Stollen ist gegessen und der wunderschön geschmückte Weihnachtsbaum, mit dem wir in diesem Jahr einen richtigen Glücksgriff gemacht hatten, wartet in seinem grünen Kleid ohne bunte Kugeln und Beleuchtung auf seine Entsorgung durch die Jugendfeuerwehr. Ute und Peter sind auch von ihrer Weihnachtsreise nach Dresden zurück, sitzen wieder brav am Schreibtisch und träumen von "Schinkenmett im Schillergarten" am "Blauen Wunder". Aber es bleibt bei uns in der Winzerstube noch etwas weihnachtlich. Nicht zuletzt, weil viele Süßigkeiten und leckere selbstgebackene Plätzchen auf dem Tisch stehen. Also wird uns Weihnachten 2017 noch einige Zeit in Erinnerung bleiben. Übrigens auch Silvester. Ich hatte an den Feiertagen gearbeitet und daher beim Jahreswechsel auf jeglichen Alkohol verzichtet. Der für diesen Anlass kaltgestellte Sekt steht noch im Kühlschrank und der wird dann bei anderer passender Gelegenheit getrunken.
Und ich, der kleine aber feine Winzer, hat in Sachen Wein und Wingert im Moment sehr wenig zu tun. Mein Muscat bleu und die Suzi sind in ihrem Winterschlaf versunken, obwohl es gar nicht richtig kalt ist. Ich bin gespannt, ob das Wachstum meiner Reben in diesem Jahr früher beginnt. Die regelmäßigen Rund- und Kontrollgänge haben sich auf das Wesentliche reduziert. Ich freue mich aber jetzt schon auf die tollen Sonnenaufgänge im Wingert, gemütliche Abende bei Wein und Mondschein.

Samstag, 6. Januar 2018 - 09:13 Uhr
PROST NEUJAHR!!

Alle Weinliebhaber, Weinfreunde, Leserinnen und Leser meines Weinblogs gut ins neue Jahr gekommen?

Ich wünsche ALLEN von Herzen ALLES GUTE für das neue Jahr!

Freitag, 29. Dezember 2017 - 11:44 Uhr
Rund oder eckig? Dem Wein ist es egal...

Zwischen den Jahren ist es ja nicht nur für einen kleinen aber feinen Winzer ruhiger. Gelegenheit, nachdem an Heiligabend dann doch Bier zum Kartoffelsalat mit Würstchen getrunken wurde und Raclette an den Feiertagen ausgefallen ist, mal den Schreibtisch etwas aufzuräumen. Und da fiel mir doch ein überaus interessanter Zeitungsartikel in die Hände, den ich mir aufgehoben habe. "Ob das Fass rund oder eckig ist, ist dem Wein egal" ist die Überschrift. Ein Pfälzer baut eckige Fässer. Eine Konstruktion aus Eichenholz und Edelstahl. Man würde so Holz und bei der Lagerung Platz sparen. Das eckige Fass des Schreinermeisters aus Bellheim steht bei einem Winzer in Duttweiler und wird dort getestet. Und es ist dicht!! Interessenten für das eckige Fass gibt es auch schon. Kritiker dürfen auch nicht fehlen. Die behaupten, die geraden Seiten sind nicht stabil. Es fehle der Holzkonstruktion an Spannung und diese Fässer würden im Laufe der Zeit undicht werden. Nicht überzeugt hat mich allerdings der Satz eines (sogenannten...) Fachmanns: "Die Fässer sind seit 2000 Jahren rund." Vielleicht nur neidisch, weil er nicht auf die Idee kam!!
Wer mehr zu diesem Thema lesen möchte, hier zwei Links:

http://www.wiesbadener-kurier.de/politik/rheinland-pfalz/eckiges-fass-fuer-wein-erfindung-eines-pfaelzers-soll-holzverbrauch-und-kosten-senken_18403952.htm

https://www.swr3.de/aktuell/nachrichten/Schreiner-aus-der-Pfalz-will-im-Weinkeller-aufraeumen/-/id=47428/did=4618732/m2sd0v/

Samstag, 23. Dezember 2017 - 13:25 Uhr
Fröhliche Weihnachten

Liebe Leserinnen und Leser meines Weinblogs!

Zufrieden lehne ich mich am Schreibtisch zurück und schicke Euch einen ganz herzlichen Weihnachtsgruß.

FRÖHLICHE WEIHNACHTEN....

allen Weinfreunden und Weinliebhabern, Weintrinkern im In- und Ausland. Ganz speziell und ausdrücklich unseren befreundeten und gemeinsamen Weintestern Ute und Peter, die es in das ganz besondere Weinland Sachsen über die Feiertage gezogen hat. Sie werden bestimmt Gelegenheit haben, den dortigen überaus vorzüglichen Wein zu probieren und dann beim nächsten Treffen ausführlich über ihre Erlebnisse berichten.

Lasst es Euch ALLEN gut gehen!!!

Heute Morgen bin ich noch mal durch meinen kleinen Weinkeller gelaufen, alles kontrolliert und über die Auswahl der besonderen Festtagsweine geschaut. Ich habe mir, passend zum jeweiligen geplanten Essen, immer eine Flasche aus der Schatzkammer (also Weine für ganz besondere Anlässe) ausgesucht. Der Weißwein ist schon in der Kühlung. Und, wenn ich mal ehrlich sein darf, es steht auch Bier im Kühlschrank! Tannenzäple... was sonst! Als kleiner aber feiner Winzer trinke ich auch gerne mal ein Pils zum Essen.

Fazit: Die Weihnachtsfeiertage können also kommen!!

Über unsere kulinarischen Erlebnisse an Weihnachten werde ich zwischen den Jahren berichten.

Freitag, 8. Dezember 2017 - 09:41 Uhr
Auf dem Bensheimer Weihnachtsmarkt

Die Vorweihnachtszeit ist doch schön! Unter diesem Motto starteten wir zum Bensheimer Weihnachtsmarkt. Am Riesenrad vorbei zum ersten Glühwein. Einen weißen Winzer-Glühwein bei Tea-Time zum Einstieg. Heiß und dampfend kam er in die neuen Becher mit dem Motiv der "Fraa vun Bensem". Nicht zu süß mit leichtem Geschmack von Zitrone auf der Zunge. Durchgefroren von der Busfahrt kam die Wärme zurück. Nachdem er ausgetrunken war, ging es weiter. Ziel war die Bensheimer Karnevalgesellschaft (BKG), die ausschließlich roten Glühwein ausschenkt. Den, wenn man will, aber mit "Schuss". Der ganz Normale war fein und herb. Richtig heiß, so wie man sich das beliebte Getränk wünscht. Er blieb lange warm und hätte uns zu einem weiteren Glühwein verführt. Doch wir trafen eine Kollegin mit ihrem Mann am Marktplatzbrunnen, wo ein Schlehen-Glühwein vom Kirchberghäuschen ausgeschenkt wurde. Ein ganz anderer Geschmack als Kontrast zu den vorherigen Getränken. In geselliger Runde schmeckte der natürlich besonders gut. Wobei sich langsam aber sicher der Alkoholgehalt bemerkbar machte und die Zunge lockerte. Der Bensheimer Bürgermeister war auch da und ließ sich vom Glühwein wärmen. Die kollegialen Gespräche wurden immer intensiver und ein weiterer Glühwein wurde eingeschenkt. Welcher Glühwein war jetzt besonders gut? Ohne Frage: JEDER war auf seine Art hervorragend!! Und JEDER hat seine ganz individuelle Note.
Was trinke ich, wenn ich wieder auf den Weihnachtsmarkt gehe? Erst den weißen Winzer-Glühwein und dann den roten der BKG und zum Abschluss den von Eric Bulling vom Kichberghäuschen...

Donnerstag, 7. Dezember 2017 - 11:27 Uhr
Mein erster Glühweintest

Das Wetter hatte ja anfangs richtiges Glühweinpotential. Mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und Schnee. Doch bis ICH die Möglichkeit hatte, das auf Weihnachtsmärkten begehrte Getränk zu probieren, war es schon wieder warm.
Ich wäre nicht ein kleiner aber feiner Winzer, würde ich nicht trotzdem anfangen, den einen oder anderen Glühwein zu probieren.
Los ging es im kuscheligen Winterdorf am Rhein-Neckar-Zentrum in Viernheim. Wir hatten uns für einen weißen Glühwein entschieden. Eingeschenkt in ein Henkelglas mit entsprechendem Motiv. Er roch schon lecker, war auch fast heiß aber zum Trinken richtig temperiert. Der Geschmack war hervorragend. Nicht zu süß mit einer würzigen Weinnote. Und er war sehr bekömmlich. Leider war ich mit dem Auto unterwegs, so dass es bei nur bei zwei Schluck bleiben musste.
Auf dem kleinen aber wunderschönen Weihnachtsmarkt zwischen dem Modehaus Engelhorn und Kunststraße in Mannheim probierte ich einen alkoholfreien Glühwein. Bei der Bestellung hatte ich eigentlich Zweifel, die ich aber schnellstens verwarf!! In einem einfachen Glas mit Henkel wurde er mir heiß und lecker duftend gereicht. Es muss ein ganz besonderes Glas gewesen sein, denn er blieb lange Zeit wirklich richtig warm. Was mich wunderte: Der Glühwein ohne Alkohol schmeckte absolut nach Glühwein!! Er verbreitete eine wohlige innere Wärme. Er war gar nicht süß und richtig passend zu der nasskalten Witterung und er ließ sogar den beginnenden leichten Regen mit Ruhe ertragen und Weihnachtsstimmung aufkommen. Für mich eine tolle Alternative, wenn man mit dem Auto unterwegs ist und noch fahren muss!!
Entdeckt habe ich bei meinem Bummel durch die Quadratestadt ein Angebot von "Heißer Hirsch". Ein Bio-Glühwein in der Flasche. Nicht teuer und das Etikett deutete eher auf einen Spaß hin. Gekauft habe ich ihn nicht. Doch jetzt war ich wirklich sprachlos!! Auf der Suche im Internet fand ich (klick oben in die Überschrift...) die besten Glühweine 2017 im Vergleich. Und wer wurde Sieger? Heißer Hirsch!! Er ist, so die dortige Beschreibung, ein Qualitätsglühwein mit Charakter. Er schmeckt mindestens so gut wie er aussieht – und dass er der schönste seiner Art ist, bleibt unbestritten. Sein Körper bildet ein dunkelroter, fruchtig-kräftiger Bio-Merlotwein, der mit hochwertigen und 100% natürlichen Bio-Gewürzextrakten verfeinert wird. Die Aromen aus Zimt, Nelken, Vanilleschoten, Kardamom, Piment, Macisblüten, Sternanis, Ingwer, Orange und Zitrone verschmelzen mit Wein und Bio-Zucker zu einer Verbindung mit Suchtpotential – einfach tierisch gut!
Klar, dass ich bei Gelegenheit einige Flaschen kaufen muss!! Es soll ja wieder kalt werden... zum Glück!!

Freitag, 1. Dezember 2017 - 07:42 Uhr
Im Glühweinfieber

Wenn im Wingert alles erledigt ist, die Rebstöcke sich nach einem erfolgreichen Jahr ausruhen können und für das nächste Frühjahr Kraft sammeln, heißt das nicht, dass ich als kleiner aber feiner Winzer tatenlos rumsitze. Nein... auf keinen Fall. Jetzt, wo die Weihnachtsmärkte überall öffnen, beginnt die Zeit des Glühweins. Und da muss der Winzer natürlich präsent sein!! Testen, wo es den besten Glühwein gibt...
Manche Anbieter machen es sich ja ganz einfach. Sie kaufen im Supermarkt irgendeine "Brühe" und verkaufen die für viel Geld. Das ist vornehmlich auf großen Weihnachtsmärkten der Fall. Andere wiederum lassen sich richtig was einfallen: Guter Rotwein, individuell gewürzt und richtig lecker!! Da bekommt man am anderen Tag keinen Brummschädel. Gute Erfahrung habe ich, wenn ich auch mal zu Hause ein oder zwei wärmende Gläser dieser zeitlich begrenzten Köstlichkeit trinken möchte, mit Winzer-Glühwein gemacht, den ich direkt bei den Winzern gekauft habe, deren Weine ich gerne trinke und die auch in meinem kleinen Weinkeller immer vorrätig sind. Allerdings sollte man, hier ein kleiner Tipp von mir, auch darauf achten, aus welchem Glas oder Becher man Glühwein trinkt. Da gibt es nämlich himmelweite Unterschiede. Auf dem Weihnachtsmarkt in Bensheim gibt es jetzt neue Glühweinbecher. Als Motiv die "Fraa vun Bensem". Leider hatte ich bei der Eröffnung keine Gelegenheit, mit Doris Walter - sie ist die Fraa vun Bensem - aus dem neuen Becher den Bensemer Glühwein zu probieren. Aber, und das ganz bestimmt, wird das in den nächsten Tagen nachgeholt! Ich weiß auch schon an welchem Stand ich den ersten probieren werde. Vielleicht ist er so gut, dass ich keinen anderen mehr möchte... Bin gespannt und werde hier berichten. Auf dem Bild ist übrigens die "Fraa vun Bensem" mit dem neuen Glühweinbecher...

Mittwoch, 22. November 2017 - 10:20 Uhr
Winterpause im Wingert

Geschafft!! Jetzt kann es Winter werden!!

In den letzten Tagen war ich, wie so oft, wieder in meinem Wingert. Die Rebstöcke haben ihre Blätter abgelegt und können sich in Ruhe in die Winterpause verabschieden. Ich bin zufrieden mit dem, was sie mir in diesem Jahr an Trauben gebracht haben. Mehr auf jeden Fall, als ich erhofft hatte. Also haben mein Muscat bleu und meine Suzi ihre Ruhe mehr als verdient. Sie sollen sich ausruhen, damit ich mich im Frühjahr wieder an ihrem Wuchs und ihrer Entwicklung erfreuen und hier darüber berichten kann.

Bevor ich als kleiner aber feiner Winzer eine wohlverdiente Pause bis zum Frühjahr machen kann, mussten natürlich noch die Reben geschnitten werden. Auch wenn das Wetter etwas ungemütlich in den letzten Tagen war, habe ich die noch letzte anstehende Arbeit erledigt. Zufrieden kann ich mich also in den nächsten Wochen meinem kleinen Weinkeller widmen. Es sollten mal die Flaschen kontrolliert und abgestaubt werden. Es gibt bestimmt einige fällige Weine, die ich trinken müsste. Eine kleine Weinprobe in diesem (meinem...) Refugium wäre auch eine gute Idee.

Das Thema Wein wird mich also in den nächsten Wochen weiterhin begleiten. Im Weinkeller bei der Weinprobe kann ich mir dann auch schon Gedanken machen, welchen Wein wir an den Weihnachtsfeiertagen trinken könnten. Was es wohl für ein Festmahl gibt? Ich bin gerichtet!! Ganz bestimmt!!! Und werde natürlich hier in meinem Weinblog berichten.

Dienstag, 31. Oktober 2017 - 07:35 Uhr
Toll: Bürgermeister-Wein und Scampi-Nudeln

Ich liebe kulinarische Köstlichkeiten ebenso wie guten Wein. Und bei passender Gelegenheit mache ich gerne die Probe aufs Exempel. Prüfe also an einem praktischen Beispiel, ob denn der von mir zum Essen ausgesuchte Wein auch passt.
Wusste ihr, dass der engagierte Bensheimer Bürgermeister ebenso ein Weinliebhaber ist und gerne ein gutes Gläschen trinkt? Ab und an trifft er sich mit anderen Weinfreunden, um seinen eigenen Wein zu kreieren. Vor gut zwei Jahren habe ich einige exklusive Flaschen von ihm erworben.
Unsere gemütliche "Winzerstube" wurde jetzt zum Gourmet-Tempel. Meine Frau überraschte mich mit Scampi-Nudeln in Zitronensauce. WOW! Und was trinken wir dazu?
Beim konzentrierten Rundgang durch meinen kleinen Weinkeller fiel mir letztendlich, nachdem ich etliche Flaschen in der Hand hatte, MEIN Bürgermeister-Wein auf. Und von einer Sekunde zur anderen war die Entscheidung gefallen! Ein 2014er Privat-Cuvée. Ich ahnte noch nicht, dass ich mich für einen ganz besonderen Rotwein zu einem ganz besonderen Essen entschieden hatte. Auf dem Etikett war nicht ersichtlich, aus welchen Rebsorten dieser Wein vom Rathauschef komponiert wurde. Drehverschluss, einfache Flasche. Doch was sich dann im Glas entfaltete, war mehr als köstlich. Schon beim ersten Probeschluck war mir klar, dass genau DIESER Wein zu DIESEM Essen passen würde. Citrusaromen breiteten sich aus, die sich bei genügend Sauerstoff noch prächtig entfalten würden. In der Nase eine Vielzahl von Früchten zu erkennen.

Ich könnte hier noch lange schwärmen von zwei Highlights, die eine ungeahnte Symbiose eingingen, um mit ihrem gemeinsamen Geschmackshöhepunkt dem kleinen aber feinen Winzer wieder einmal mehr einen traumhaft schönen Abend mit michelin-sternen-verdächtigen Scampi-Nudeln und Bürgermeister-Wein zu bescheren.

Dienstag, 24. Oktober 2017 - 04:55 Uhr
Was ein Goldener Oktober im Wingert

Was waren das schöne Tag!! Die Sonne schien, es war noch mal richtig warm! So hatten wir selten einen richtig goldenen Oktober. In wenigen Wochen ist Weihnachten, man glaubt es kaum, und ich war mehrfach in meinem kleinen Wingert und genoss jeden Sonnenstrahl. Ein besonderes Erlebnis war ein ganz früher Morgen zwischen den Reben. Es war noch dunkel und der Blick auf die Armbanduhr verriet, dass es sieben Uhr ist. Am Himmel stand die Sichel des Mondes. Keine Wolke verdeckte ihn. Es war absolut ruhig zwischen den Reben und man hatte das Gefühl, dass mein Muscat bleu sehnsüchtig auf die aufgehende Sonne wartete. Es war zwar nicht kalt, aber doch recht kühl. Schade, ich hatte keinen heißen, leckeren und duftenden Kaffee dabei. Das Gras zwischen den Reben war nass und je nach Blick glänzten die Tropfen, die die kalte Nacht hinterließen, im Mondschein. Es dauerte nicht mehr lange und ich sah die aufgehende Sonne im Osten. Ich verhielt mich ruhig und wartete noch so lange, bis die ersten Sonnenstrahlen dieses wunderschön beginnenden Tages die in die Herbstfarben getönten Weinblätter in einem ganz besonderen Licht zeigten. Der Wunsch nach heißem Kaffee, frischen Brötchen, Marmelade, Honig, Wurst, Käse und Rührei kam zurück. Zum Glück hatte ich meine Kamera dabei. Schnell einige Fotos zur Erinnerung gemacht. Und dann mit großen Schritten an die Frühstückstafel. Es konnte nur ein wunderschöner Tag werden, an dem ich auch noch frei hatte und nicht arbeiten musste.
Jetzt ist aber, der Jahreszeit entsprechend, der Herbst eingekehrt. In der Zwischenzeit haben die Bäume den Großteil ihres Blätterkleides abgelegt. Auch mein Muscat bleu steht förmlich nackt im Wingert. Nein, er geniert sich nicht. Er ist zufrieden, denn er hat ja sein Jahresziel erreicht und kann sich jetzt auf einen geruhsamen Winterschlaf freuen, um neue Kräfte für das kommende Jahr zu sammeln. Es sei ihm gegönnt.

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Dietmar Funck

Ja, ich bin unter die Winzer gegangen! Ein Vorhaben, das ich als Weinfreund, Weinliebhaber und Weinsammler schon lange ins Auge gefasst und jetzt umgesetzt habe. Verfolgt in meinem Blog, wie sich alles entwickelt.


 

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