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Mein Weinblog

Der Fotograf als Winzer

Dienstag, 5. September 2017 - 10:28 Uhr
Es stimmt: Stress für Winzer

Ich gebe zu, dass ich als kleiner aber feiner Winzer am Sonntagabend ein Bier getrunken habe. Beim ersten Schluck fiel der Stress der letzten Wochen von mir ab und ich lehnte mich zufrieden auf dem Sofa zurück: GESCHAFFT!!

Für meinen kleinen Wingert und meinen Weinblog hatte ich in den letzten Tagen vor dem Bergsträßer Winzerfest in Bensheim leider nur wenig Zeit. Im Mittelpunkt stand aber trotzdem der Wein. Ich war auch dieses Jahr mit der Kamera bei den Winzerinnen und Winzern an der Hessischen Bergstraße zu Gast, um Fotos für die beliebte Winzerfestbeilage des Bergsträßer Anzeigers zu machen. Schöne Motive, hervorragende Bilder und eine tolle Gelegenheit, sich auszutauschen. Ein bisschen Wehmut gab es in diesem Jahr bei meiner "Weingütertour": Das traditionsreiche Weingut Seitz in Auerbach hört auf. Mit Winzer Peter Schott und seiner Frau Margarete geborene Seitz konnte ich in all den vielen Jahren immer sehr tiefgründige Gespräche führen. Schade, kann ich nur sagen, dass sie aufgehört haben. Jetzt verkaufen sie noch den Wein des Jahrgangs 2015. Dann ist ganz Schluss. Dafür gibt es aber das neue Weingut "Schloss Schönberg". Bin schon gespannt! Wenn der erste Wein angeboten wird, werde ich ihn probieren.

Und jetzt hat die Bergstraße eine neue Gebietsweinkönigin. Jessica Lehmann bekam bei der Eröffnung des 80. Bergsträßer Winzerfestes in Bensheim die begehrte Krone aufgesetzt. Charlotte Freiberger aus Heppenheim, unsere Weinkönigin 2016/17, wird dann an der Wahl zur 69. Deutschen Weinkönigin teilnehmen. Sie war schon zusammen mit den Bewerberinnen aus den anderen Weinanbaugebieten in Neustadt an der Weinstraße bei einem Vorbereitungsseminar für diesen besonderen Fernseh-Abend. Auch ich drücke ihr schon jetzt ganz fest die Daumen!! Klar, dass ich bei einem Gläschen Wein die Sendung verfolgen werde.

Und meine Trauben? Die haben wir gestern geerntet. Wunderschöne dunkelblaue Trauben mit einer feinen Süße. Den Regen und vor allen Dingen den Hagelschauer am Samstagnachmittag haben sie überstanden. Ich bin mit meiner frühen Weinlese übrigens nicht alleine. Viele Winzer sind parallel zum großen Winzerfest im Ernteeinsatz. Also stimmt die Überschrift: "Stress für Winzer..." auch für mich!!

Dienstag, 22. August 2017 - 10:05 Uhr
Weinlese 2017 hat begonnen

"Solaris" ist die Rebsorte, die jetzt in der Pfalz als erste gelesen wird. In Duttweiler, einem Weindorf, das zu Neustadt an der Weinstraße gehört, sind die Erntehelfer schon fleißig unterwegs. Aus den Trauben ist Federweißer geworden, der einen ersten Vorgeschmack auf den Jahrgang 2017 gibt.

Auch die Bergsträßer Winzer, so habe ich bei mehreren Gesprächen mit den Kolleginnen und Kollegen gehört, stehen in den Startlöchern. Die Trauben sind prall gefüllt. Man hat sogar Angst, dass Wespen sie anstechen oder weiterer Regen sie platzen lässt. Manche überlegen, schon vor dem Bergsträßer Winzerfest in Bensheim, die ersten Trauben zu ernten.

Die Früchte meiner Rebstöcke sind auch schon reif und könnten geerntet werden. Sie leuchten wunderschön in der Morgensonne. Ein Rundgang durch meinen Wingert ist gerade jetzt besonders schön. Ich glaube, dass ich aber noch etwas mit der Weinlese warte. In den nächsten Tagen soll es laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes noch mal sonnig und warm werden. Da fange ich doch noch ein Paar Sonnenstrahlen ein.

Übrigens: Die Pfalz ist das dritte Jahr in Folge das Anbaugebiet mit dem frühesten Lesebeginn in Deutschland. Letztes Jahr ging es erst" am 22. August los. Die Hauptlese soll dann Anfang September sein. Dann wird der Müller-Thurgau geerntet.

Montag, 7. August 2017 - 12:43 Uhr
Eine ganz besondere spontane Weinprobe

Die Pfalz hat es mir in der letzten Zeit in Sachen Wein mal wieder sehr angetan. Die Zeiten, dass es dort nur "Massenware" angeboten wird, ist längst vorbei. Es gibt richtig guten, nein sehr, sehr guten Wein, den ich in der vergangenen Woche wieder einmal mehr probieren konnte. Ziel unseres kleinen Ausflugs am Anfang der Woche war die Winzergenossenschaft in Kallstadt.

Die Weinprobe begann mit einem trockenen Secco. Dann folgten feinherbe Rieslinge der Spitzenlage "Saumagen", ein Silvaner der gleichen Lage, ein Rivaner und ein Portugieser Weißherbst. Erwähnen möchte ich auch noch den Pinot-Rosé-Sekt, brut, sowie den Kallstadter Kobnert Riesling-Sekt, extra trocken. Zur Krönung des Tages - als kleiner aber feiner Winzer muss man sich auch mal etwas gönnen dürfen - waren wir im Weinhaus Henniger und haben uns dort mit Pfälzer Köstlichkeiten kulinarisch verwöhnen lassen.

Am Sonntagabend ergab sich dann noch eine weitere, wenn auch kleine aber durchaus anregende und unterhaltsame Weinverkostung. Im schmucken Garten auf der neuen Terrasse von unseren Freunden Daniela und Lars wollten wir gemeinsam in den lauen Abendstunden zwei unterschiedliche Weine probieren. Ganz bewusst haben wir die sonst übliche Reihenfolge (erst trocken und dann feinherb) "rumgedreht".

Zuerst war ein 2016er Riesling Kabinett feinherb aus der Lage Hemsberg in Bensheim im Glas. Ausgebaut vom Weingut Volker Dingeldey in Bensheim-Gronau. Ein sehr angenehmer Wein mit fruchtiger Note. Passend, um in dieser Runde bei dezenter Hintergrundmusik zu plaudern.
Als zweite Flasche wurde dann ein 2014er Cuvée aus Riesling und Sauvignon Blanc, trocken, der Lage Osterberg in Großkarl des Weinguts Dietrich, geöffnet. Sehr ansprechend im Glas, für mich nicht zu trocken, feine Note und sehr elegant auf der Zunge. Passend zu den gereichten Erdnüssen und Salzstangen. Auch die zweite Flasche war - nicht auch zuletzt wegen der sehr, sehr netten Unterhaltung - zum Schluss ganz ausgetrunken. Das Weingut Dietrich ist seit über 400 Jahren mit dem Weinbau und Großkarlbach verwoben. Ein "Klick" auf die Homepage des Weingutes (www.weinhof-dietrich.de) gibt jedem Weinfreund und Weinliebhaber einen interessanten Ein- und Überblick.

Mit unseren neuen Erfahrungen nach dieser besonderen Weinprobe haben wir den dann doch kühlen Abend beendet. Wir freuten uns, so spontan getroffen zu haben. Es wird, so sind wir alle überzeugt, sicher nicht das letzte Mal gewesen sein.

Übrigens: Auf der Bild-Collage kann man sehen, wie wunderschön es im Moment in meinem ganz besonderen "Wein-Refugium" aussieht....

Dienstag, 25. Juli 2017 - 12:37 Uhr
Freiburg: Immer ein Ausflug wert

Auch ein kleiner aber feiner Winzer, der natürlich immer sehr intensiv auf seinen eigenen Wingert schaut, blickt auch gerne mal über den bekannten "Tellerrand" hinaus. In den letzten Tagen war ich (übrigens bereits zum zweiten Mal...) in Freiburg im Breisgau. Einmal, weil ich demnächst dort fotografieren möchte, um mein Bilder-Portfolio mit Aufnahmen der Stadt selbst und natürlich der umliegenden Region zu erweitern. Aber auch, um mich intensiver mit dem dortigen Wein zu beschäftigen.
Diese sehr interessante und überaus lebhafte Stadt ist deswegen für einen interessierten Weinfreund so bereichernd, weil sie im Dreiländereck Deutschland - Frankreich - Schweiz liegt. Die schmucken Weinberge schmiegen sich förmlich an den Schwarzwald und können so die badische Sonne genießen. Die Qualitäten der Weine aus dieser Region sind sehr überzeugend. Grauburgunder, Müller-Thurgau, Weißburgunder und natürlich Gutedel waren die Weine, die ich verkostet habe. Leider war für mehr Weingenuss keine Zeit. Und mal ehrlich: Ich habe auch zwei besondere Biere aus zwei unterschiedlichen Freiburger Brauereien probiert.
Fazit: Ich werde, nein ich MUSS, mal länger hierher fahren, um schöne Bilder zu machen und weitere Weine zu probieren.

Dienstag, 18. Juli 2017 - 17:31 Uhr
Was ich schon lange mal sagen und fragen wollte...

Es ist einfach schön in meinem Wingert! Die Trauben entwickeln sich langsam aber ganz sicher und manche Beere hat schon richtig "Farbe" bekommen. Mein Weinfreund Peter hat auch schon reichlich Trauben in seinem Weinberg.
Als ich heute zwischen den Reben saß, ganz entspannt mit einer Zeitschrift, die ich lesen wollte, versanken meine Gedanken, die dann allerdings Fragen aufwarfen, die mich immer wieder in Erstaunen versetzen.
Gestern habe ich das Unkraut mit einem kleinen Messer aus den Ritzen des Fußweges umständlich aber effektvoll entfernt und anschließend die Straße gekehrt. Gestaunt habe ich, als ich jede Menge Zigarettenkippen auflesen musste. Ich habe wirklich nichts gegen Raucher. Wirklich!! Aber warum müssen die ausgerauchten Kippen dann einfach auf die Straße geworfen werden? Papiertüten, Tempotaschentücher, Flaschen... Alles habe ich schon aufgesammelt.
Oft frage ich mich auch, warum Radfahrer immer über rote Ampeln fahren müssen. Man hält an der roten Ampel an und sieht schon im Rückspiegel einen perfekt gestylten Radler, der sich durch die Autoschlange windet. Und dann noch zwischen den von rechts und links kommenden hupenden Autos durchfährt. Zur Krönung schimpft er mit ihnen und zeigt den verdutzten Autofahrern, die ihn beinah umgefahren hätten, den "Stinkefinger". Was soll das?
Warum rasen die Autofahrer in verkehrsberuhigten Bereich immer ganz besonders?
Fährt man dort langsam und mehr als aufmerksam, dann wird man von den Nachfolgenden immer bedrängt. Die fluchen, geben Lichthupe oder schütteln genervt den Kopf. Die Krönung war mal, als mich ein Autofahrer in diesem besonderen Bereich hupend überholte. Ich wusste allerdings etwas, was er nicht wusste: Keine 50 Meter weiter stand ein "mobiler Blitzer" der Polizei, der natürlich auch auslöste! War bestimmt ein schönes Foto!! Ob er in Zukunft langsam fährt?

In diesem Sinne... Prost!! Ein kühler Müller-Thurgau vom Bodensee bringt mich bestimmt wieder auf andere Gedanken!! Gedanken um den Wein und meinen Wingert.


Dienstag, 11. Juli 2017 - 14:37 Uhr
Kleine ausgefallene Weinprobe.... trotz Hitze!!

Selbst die Hitze dieser Tage konnte mich nicht abhalten, an einer ganz besonderen Weinprobe teilzunehmen. Eigentlich war eine gemütliche und zwanglose Kaffeerunde bei Sigrid und Peter angesagt. Als dann bei der Unterhaltung über Wein sich die Frage ergab, ob denn zu der süßen selbst gebackenen Köstlichkeit auch ein trockener Weißwein passen würde, mussten wir es einfach ausprobieren! Annette hatte einen leckeren Johannisbeerkuchen mit Baiser gezaubert. Ein lockerer Teig, dessen Süße zu den beerigen, leicht säuerlichen Früchten und den abdeckenden köstlichen Eischnee bestens passte. Sigrid entschied sich für einen 2016er Grauen Burgunder vom Weingut Götzinger in Bensheim Zell. Gut gekühlt in sehr feinen, historischen Gläsern aus Bleikristall nahmen wir einen ersten Schluck. Der Wein perlte leicht im Glas, was auf der Zunge für eine besondere Frische sorgte. Ein typischer Grauburgunder Geschmack breitete sich aus. Die Vorbereitung auf die etwas andere Weinprobe.
Zu Anfang nahmen wir ein kleines Stück des Kuchenbodens und tranken dazu den Wein. Es passte nicht so gut, war mein geschmackliches Empfinden. Da mundeten die Johannisbeeren schon besser. Die säuerliche Süße und der Wein gaben einen harmonischen Geschmack, dessen plötzliche Fülle doch sehr erstaunte. Eine interessante und absolut neue Erfahrung. Der Höhepunkt schlecht hin war, als man den gesamten Kuchen mit dem Wein kombinierte.

Jetzt wollten wir es wissen: Wie passen ein deftiger Schinken und eine sehr würzige Salami zum Grauburgunder? Hervorragend!! Das war die einhellige Meinung!!

Mit unseren etwas ausgefallenen Kombinationen an diesem heißen Sommer-Nachmittag machten wir Erfahrungen, die uns noch lange in Erinnerung bleiben werden. Süßsaurer Kuchen, Schinken, Salami und Grauer Burgunder von einem kleinen aber weit über die Grenzen der Bergstraße hinaus bekannten Weingut, die ausgelassene freudige Stimmung mit tiefgreifenden Gesprächen: Ein wirklich runder Nachmittag mit Freunden.

Dienstag, 4. Juli 2017 - 07:39 Uhr
Weingut zu verkaufen...

Schilder mit der Aufschrift WEINGUT ZU VERKAUFEN könnte man unter Umständen künftig vermehrt lesen, wenn man durch die deutschen Weinanbaugebiete fährt. Unter der Überschrift NACHFOLGER GESUCHT habe ich dieser Tage einen interessanten Artikel gelesen. Darin wurde berichtet, dass die Zahl der Weingüter, die keinen Nachfolger mehr finden, steigt. So war zu lesen, dass in 90 Prozent der Fälle ältere Winzer verkaufen, weil keine Kinder da sind oder diese das Weingut nicht weitermachen wollen. Der Verkauf und die Übergabe der Weinberge sei wirklich ein Schritt schweren Herzens, denn der Betrieb war oft über viele Generationen in Familienhand. Die Käufer seien meist Quereinsteiger, die ihren eigenen Wein machen wollen. Oder Unternehmer, die langfristig eine solide Anlage in einem eigenen Weingut sehen, das über Generationen weitergegeben werden kann.

Dass dieser (unternehmerische...) Gedanke offensichtlich nicht ganz von der Hand zu weisen ist, erfährt man derzeit auch an der Hessischen Bergstraße, dem kleinsten Weinanbaugebiet. Hier eröffnete in Bensheim am Wochenende das WEINGUT SCHLOSS SCHÖNBERG. In einem Flyer liest man: Es weht ein frischer Wind an der Hessischen Bergstraße! Und dieser Satz gleich mit Ausrufezeichen. In Auerbach und Schönberg sind die 6,5 Hektar Rebflächen, die bewirtschaftet werden. Das junge Team, an der Spitze Winzerin Rabea Trautmann, hört nach eigenen Angaben auf sein Bauchgefühl und gibt den Reben und Weinen Freiraum. Auch, in dem man die Natur im Weinberg natürlich sein lässt. Die Herzen der Weinmacher an der Grieselstraße schlägt für Burgunderweine, die man vermehrt an die Bergstraße bringen möchte.

Bei uns tut sich was in Sachen Wein!! Man darf also gespannt sein...

Übrigens: Ich denke weder daran, meine Reben zu verkaufen, noch vielleicht im Ruhestand mir als kleiner aber feiner Winzer ein Weingut zuzulegen. Wenigstens im Moment noch nicht. Man soll aber bekanntlich nie NIE sagen....

Mittwoch, 28. Juni 2017 - 19:17 Uhr
Es wir hoffentlich etwas kühler

Diese Hitze ist ja nicht so mein Ding!! Temperaturen weit über 30 Grad mag ich nicht unbedingt. Und selbst in meinem kleinen Wingert wurde es nicht kühler. Es zog zwar ein leichtes Lüftchen um meine Reben, aber das war eher warm. Ich hab zwar mal den Grill aufgebaut und Steaks und Bratwürste zum Abendessen aufgelegt, aber es war halt warm! Dazu gab es leckeren selbst gemachten Kartoffelsalat, den ich sehr gerne esse. Ein herzliches Dankeschön an meine Frau!! Und natürlich ein Gläschen kühlen Wein. Passend zum Essen, zum sommerlichen Abend und zum Ausklingen des Tages. Es war eine SOMMER-LIEBE der Winzergenossenschaft in Kallstadt. Verführung - Leidenschaft - Frische - Früchte - Träume... Ein wirklich leckerer 2015er Dornfelder Rosé. Bei meinem nächsten Einkauf darf der bestimmt nicht fehlen!!!
Heute habe ich übrigens eine 2011 Riesling Spätlese feinherb aus der Lage Bensheimer Paulus im Glas. Es war der Königinnenwein von Franziska Mohr. Sie war Bergsträßer Gebietsweinkönigin 2012/2013. Jetzt habe ich noch eine Flasche. Die werde ich wohl noch ein bisschen zur Erinnerung aufheben. Toller Wein vom Weingut Mohr in Bensheim.
Bereit gelegt habe ich heute den Wein, den Königin Elisabeth von England bei ihrem Besuch in Deutschland getrunken hat. Ich habe ja noch drei Flaschen vom Staatsweingut ergattert. Bin gespannt, wie der schmeckt!! Werde natürlich darüber berichten. Es muss aber erst mal kühler werden...

Mittwoch, 21. Juni 2017 - 09:36 Uhr
Winzer und Motorradfahrer sind nett

Die Wettervorhersagen haben es gemeldet: Es wird ein heißerTag! Also begann dieser recht früh im Wingert! Das morgendliche Frühstück - ausnahmsweise mal dort - mit duftendem Kaffee, leckerer Marmelade, Wurst und Käse mit Blick auf meine Reben. Und das bei Sonnenaufgang. Ganz klar: Es wird ein schöner Tag!!
Beim Grillen einige Tage zuvor habe ich aus der Schatzkammer meines kleinen Weinkellers zwei besondere Schätzchen hervorgeholt: Einen trockenen Muskateller aus der Lage Zwingenberger Steingeröll und am anderen Tag eine trockene Scheurebe aus der Lage Auerbacher Höllberg. Beide vom Weingut Simon-Bürkle in Zwingenberg. Ja, es war ein Versuch, ob denn die Weine zum Grillfleisch und dem gegrillten Gemüse passen. Ergebnis: Den Muskateller mit seinen bekannten Aromen werde ich künftig nur noch zum Ausklang des Tages auf der Terrasse genießen. Die Scheurebe kann ich auch Gästen als Alternative zum trockenen Riesling bei einem Grillabend anbieten. Bin schon gespannt, zu welchem der Weine gegriffen wird.

So schön, wie der Tag begonnen hat, endete dieser dann auch!

Mit unseren Freunden Ute und Peter saßen wir auf dem wunderschönen Heppenheimer Markplatz. Umrahmt von schmucken Fachwerkbauten haben wir eine ganz, ganz kleine Weinprobe gemacht. Zum Forellenfilet tranken wir einen halbtrockenen Riesling der Lage Heppenheimer Eckweg, Ute und Peter entschieden sich für einen trockenen Grauburgunder aus der gleichen Lage. Ihr Wein passte ebenfalls hervorragend zum Spargelsalat und zum Wiener Schnitzel.

Und wieder hat sich gezeigt, dass Weinfreunde nette Menschen sind!
Am Nachbartisch saß ein Gast, der, wie sich herausstellte, nicht nur (wie ich...) Motorrad fährt, sondern auch aus einer Winzerfamilie von der Mosel stammt. Es gab sehr interessante Gespräche über Wein und das Motorradfahren.

Wie gesagt: Ein rundum schöner Tag!!!

Donnerstag, 15. Juni 2017 - 12:49 Uhr
Mein Wingert: Refugium der Ruhe

Es ist einfach traumhaft, Tage (wie diese) im Wingert zu verbringen! Gedankenversunken sitze ich im Schatten, lausche den Vögeln. Es raschelt mal hier und mal da. Weiter weg steht links ein großer Kirschbaum. Die Früchte leuchten dunkelrot in der Sonne. Rechts, etwas näher, auch ein Kirschbaum, der zum Teil schon abgeerntet ist. Die Leiter steht noch im Baum. Der kleine Oleander neben meinen Rebstöcken fängt an zu blühen. Der Große hat, nachdem er umgetopft wurde, jetzt dunkelgrüne feste Blätter. Es hat ihm offensichtlich gefallen, dass seine Wurzeln mehr Platz bekamen!! War ein riesiger Aufwand, das Umtopfen, der sich aber gelohnt hat. Auch sonst grünt und blüht es überall. Ein Anblick, der meinem "Muscat bleu" und der "Suzi" gefallen. Ganz bestimmt!!

Ja, mein kleiner aber feiner Wingert!! Ein Platz, nein..., MEIN Refugium der Ruhe!!
Hier bin ich gerne, genieße die Natur und schalte ab. Und ich beobachte meine Reben, die sich prächtig entwickeln. Bin schon gespannt, wie der Ertrag im Herbst sein wird. Es ist ja noch alles offen...

Hier sitzen, mit Blick auf die Rebstöcke, Zeitung lesen, auf dem Grill Steaks und Bratwürste, leckeren Salat dazu und einen kühlen Wein im Glas: Was will ich als kleiner aber feiner Winzer mehr...

Ach ja: Nach der entspannenden Ruhe gehört dann auch etwas Geselligkeit! Zum Ausklang des Abends waren wir jetzt bei Alex. Er hat wieder kulinarische Köstlichkeiten gezaubert. Für mich gab es leckeren Lachs aus dem Backofen. In einer klassischen bestens abgeschmeckten und nicht aufdringlichen Knoblauchsoße. Dazu einen perfekt gekühlten halbtrockenen Riesling der Lage Eckweg in Heppenheim. Ein schöner Ausklang des Tages. Einstimmung auf den Feiertag!!

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Dietmar Funck

Ja, ich bin unter die Winzer gegangen! Ein Vorhaben, das ich als Weinfreund, Weinliebhaber und Weinsammler schon lange ins Auge gefasst und jetzt umgesetzt habe. Verfolgt in meinem Blog, wie sich alles entwickelt.


 

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