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Mein Weinblog

Der Fotograf als Winzer

Dienstag, 1. Mai 2018 - 05:59 Uhr
Spargel auf Odenwälder Art...

Zu kräftigem Braten und Pastagerichten und auch zu deftiger Vesper mit geräuchertem Schinken soll man ihn trinken, den Souvignier Gris, Spätlese trocken, aus der Lage Heppenheimer Stemmler von der Bergsträßer Winzer eG. Wer mich kennt der weiß, dass ich gerne besondere Weinproben mache und so kam ich auf die Idee, diesen Wein, Jahrgang 2016, zum Spargel zu trinken. Glaubt man den Werbeangeboten, so muss es ein leichter und trockener Weißwein sein. Ein Weißburgunder oder Silvaner wäre ein Empfehlung zum königlichen Gemüse. Warum eigentlich? Es kommt doch auch darauf an, was man zum Spargel isst. Und natürlich, wie der Spargel selbst schmeckt. Unterschiede gibt es allein schon daher, wo der Spargel herkommt, also wächst. Unser Spargel kam diesmal aus Hirschberg kurz vor Heidelberg. Und das Besondere war, dass wir ihn auf Odenwälder Art gegessen haben. Was das ist? SPARGEL MIT KOCHKÄSE, in der Pfanne gebräunten kleinen Kartoffeln und gekochter Schinken. Wenn ich mir als kleiner aber feiner Winzer einen Tipp erlauben darf, dann den: Der Wein muss MIR schmecken! Und dieser Souvignier Gris, übrigens eine erst 1983 neugezüchtete Rebsorte, passte für meinen Geschmack hervorragend zum Spargel mit Kochkäse! Kräftig und neutral. Eine gute Entscheidung, als ich zu diesem mit der goldenen Preismünze bei der hessischen Landesweinprämierung ausgezeichneten Wein gegriffen habe.

Mittwoch, 25. April 2018 - 12:04 Uhr
Interessante Begegnungen beim Weintreff

Wo kann man schon annähernd 200 Weine und viele Sekte bei einer gemütlichen Schlenderweinprobe verkosten? Beim Weintreff! Die Eröffnungsveranstaltung des alljährlichen Bergsträßer Weinfrühlings gilt daher als Geheimtipp unter den Weinfreunden. Bergsträßer Winzer präsentierten ihre Köstlichkeiten und es war wieder ein direkter Vergleich der einzelnen Weine möglich. Allerdings war es diesmal so heiß im Bensheimer Bürgerhaus, dass ich keinen Wein probiert habe. Dafür konnte ich schöne Bilder machen und auch nette und interessante Gespräche führen. So auch mit der Deutschen Weinkönigin 2017/18 Katharina Staab, die von der Nahe an die Bergstraße gekommen war. Ihr Grußwort bei der Eröffnung der Veranstaltung hat mich sehr beeindruckt. Wie schon ihre Wahl, die ich mitverfolgt habe. Mit dabei war auch die Deutsche Weinprinzessin Charlotte Freiberger aus Heppenheim, die ich natürlich sehr gut kenne und die ich schon seit vielen Jahren mit der Kamera begleite. Daher war der diesjährige Weintreff für mich als kleiner aber feiner Winzer eine ganz besondere Veranstaltung.

Mittwoch, 11. April 2018 - 13:35 Uhr
Frühling im Wingert ist einfach schön

Bei strahlendem Sonnenschein habe ich in den letzten Tagen in meinem kleinen Wingert das Erwachen der Natur miterlebt. Muscat blue und Suzi sind, wenn auch noch zaghaft, aus dem Winterschlaf erwacht. Einfach in der Sonne sitzen und den Frühling genießen... Traumhaft!! Jeden Tag werde ich jetzt wieder meinen Lieblingen einen Besuch abstatten, um ihre Entwicklung zu verfolgen. Überall sieht man bunte Blumen blühen, bekommen die Bäume ihre jungen Blätter, fliegen kleine Vögel zwitschernd durch die frische Luft. Meine Frau ist auch schon fleißig: Sie hat ja wahrlich einen grünen Daumen und versteht es immer wieder, ringsum für ein buntes und abwechslungsreiches Bild zu sorgen. Rosenstöckchen gehören ebenso dazu wie wunderschöne Strauchpfingsrosen, die sich über ein neues Zuhause, sprich wunderschöne zum Umfeld passende Blumenkübel, freuen können. Übrigens: Es gibt wieder Spargel! Ich konnte nicht widerstehen und habe, teuer hin - teuer her, das erste Bergsträßer "königliche Gemüse" im Spargelhof Wendel (www.spargelhof-wendel.de) in Zwingenberg gekauft. Von meiner Frau zubereitet gab es, ganz klassisch, Schinken und kleine Bratkartoffeln dazu. LECKER!!

Freitag, 30. März 2018 - 11:21 Uhr
Statt Wein gab es Schnee, Bier und Kultur

Die geplante Weinreise nach Leipzig wurde wegen Kälte, Schnee, Regen und nur gelegentlich Sonne kurzerhand zu einer Kultur- und Bierreise umfunktioniert. Und es war trotzdem schön! Wir, der kleine aber feine Winzer und seine Frau, konnten viele Eindrücke in der großen Messestadt sammeln. Alte und liebevoll restaurierte Anwesen, neue und moderne Häuser aber auch geschichtsträchtige Bauten wechseln sich ab. Und wer gerne shoppen geht, der hat in der Innenstadt jede nur mögliche Gelegenheit dazu. Alleine in dem sehr ordentlichen Bahnhof gibt es annähernd 150 Geschäfte. Oder auch in den "Höfen am Brühl", dem innerstädtischen Einkaufszentrum. Man sollte aber nicht nur einkaufen. Das alte und das neue Rathaus kann man bewundern und sollte unbedingt einen Blick hinüber zum Bundesverwaltungsgericht werfen. Und wer gerne Museen besucht, der bekommt in Leipzig jede nur erdenkliche Möglichkeit dazu. Wir waren zum Beispiel im Zeitgeschichtlichen Forum.
Wenn es allerdings um Wein aus Leipzig geht, dann wird es schwierig. Selbst die intensivste Recherche nach speziellen Weingütern blieb ohne Erfolg. Anfang März gibt es die Weinmesse und Ende Juni das Weinfest auf dem Augustusplatz. In den Lokalen wird natürlich Wein angeboten. Vornehmlich, so meine Erfahrung, aus Baden, Rheinhessen und der Pfalz. Vielleicht hätte die Bergstraße ja hier noch Möglichkeiten, ihren Wein zu verkaufen. Ich werde mich mal bei den Winzerkolleginnen und Kollegen kundig machen. Bier gibt es in allen Variationen. Vom Münchner Gerstensaft über tschechisches Bier bis hin zur "Gose", dem Leipziger Original mit viel Charakter. Schmeckt nicht schlecht... muss es aber mögen... In "Auerbachs Keller" in der Mädler-Passage gab es ein spezielles Kellerbier. Sehr süffig und passend zu den herzhaften kulinarischen Spezialitäten. In der zweitältesten Gaststätte der Stadt weilte einst sehr gerne Johann Wolfgang von Goethe, als er in Leipzig studierte. Und hier (in Auerbachs Keller) war, so die Geschichte, der bekannte Ritt von Faustus auf dem Fass zusammen mit dem zum Hund verwandelten Mephisto.
Ich könnte viel berichten von meiner Weinreise, die zu einem Kultur- und Biererlebnis "erster Klasse" wurde. Eeine Leipzig-Reise kann ich nur empfehlen!!!

Mittwoch, 28. Februar 2018 - 07:06 Uhr
Ganz schön kalt im Wingert

Friert ihr auch, liebe Leser meines Weinblogs? Die Sonne täuscht, wenn man in der warmen Winzerstube sitzt und aus dem Fenster schaut. Da bekommt man schon mal Frühlingsgefühle und hätte Lust, im sommerlichen Outfit die Natur zu erkunden. Schon beim ersten Schritt vor die Haustür spürt man die Kälte, die uns in diesem Jahr doch noch einige winterlich-kalte Tage beschert. Ist ja im Grunde auch gut so... Beim fast täglichen Rundgang durch meinen kleinen Wingert weht mir ganz schön der kalte Wind um die Ohren!! Dicke Jacke, dicke Winterschuhe, hand gestrickte Socken und natürlich eine moderne Strickmütze bis über die Ohren sorgen dafür, dass ich nicht frieren muss. Und ich mich ganz und gar auf meinem Muscat bleu und meine Suzi konzentrieren kann. Winzerkollegen sind schon fleißig bei der Arbeit und biegen die Reben. Gut so...
Und zu Hause? Kaminofen an, gemütliches Holzfeuer und ein gutes Glas Wein in der Hand... So kann es draußen ruhig kalt sein. Oder? Und ich gebe zu, dass ich diese Momente genieße.

Mittwoch, 14. Februar 2018 - 14:58 Uhr
Fastnacht: Der Winzer als Fotograf...

Liebe Leser meines Weinblogs,
ihr braucht euch nicht wundern, dass ich eine kleine Pause eingelegt habe. Aber ganz klar: Mein Beruf geht vor!! Und da war in den letzten Wochen wirklich viel los. Fastnachtstrubel überall. Bei Fastnachtssitzungen ebenso fotografiert wie bei Kappenabenden, Kinderfaschingstreiben oder Maskenbällen. Da blieb wenig Zeit, sich dem Wein zu widmen. Auch durch meinen kleinen aber feinen Wingert ging es immer im Sauseschritt. Obwohl: Heute konnte ich einen längeren Ausflug dorthin doch genießen. Auch wenn es ziemlich kalt war, machte es viel Spaß, einige Zeit in der Sonne zu verbringen. Einfach mal so mit geschlossenen Augen sich den Sonnenstrahlen hingeben. Sehnsucht nach Frühling... zumal die Schneeglöckchen im Garten schon blühen und die ersten Osterglocken sich auch über die Sonnenstrahlen freuen.
Aber: Das Thema Wein ist für mich als kleiner aber feiner Winzer nach wie vor präsent und interessiert mich sehr. So zum Beispiel die Zeitungsmeldung, dass jeder Mensch in Deutschland im vergangenen Jahr im Schnitt 20,9 Liter Wein getrunken hat. Das wären 0,2 Liter weniger, als im Jahr davor. Konstant blieb der Konsum von Sekt, Champagner und Co. 3,5 Liter wurden pro Person getrunken. Das ist ja so eine Sache mit der Statistik: Ich kenne (ohne große Überlegung) schon fünf Personen, die keinen Wein trinken. Und wenn ich auf mich persönlich hochrechne... Ohje...
Bis Ostern soll man ja eine Pause machen. Ob ich das schaffe? Dann muss ich ja in der übrigen Zeit des Jahres mehr trinken, um das aufzuholen, worauf ich in der Zwischenzeit verzichtet habe. Ich werde berichten....

Mittwoch, 24. Januar 2018 - 10:32 Uhr
Schon mal was von Erbeldinger gehört?

Sie hatte sich fast unscheinbar in einem Präsentkorb mit vielen kulinarischen Köstlichkeiten versteckt, den wir von unseren Lieblingsnachbarn Daniela und Lars zu Weihnachten geschenkt bekamen. Nach einem Rundgang durch meinen winterlichen Wingert ging ich etwas durchgefroren in den Weinkeller. Rotwein ist auch bei mir bei diesem ungemütlich nasskalten aber auch teils feuchtwarmen Wetter angesagt. Und da fiel sie mir auf, die Flasche mit der Aufschrift "Erbeldinger". Sie lachte mich an und beim Studium des Etketts las ich, dass es ein 2013er Spätburgunder Rotwein trocken aus Bechtheim in Rheinhessen war. Diesen Wein musste ich mal probieren!! Habe ich doch erst kürzlich den Satz "Rheinhessen kann auch Rot" gelesen. Beschrieben wurde, dass die Winzer des größten deutschen Anbaugebietes mittlerweile zu den renommiertesten Rotweinerzeugern der Republik gehören. Schon beim vorsichtigen Öffnen der Flasche entfaltete sich der typische Spätburgunderduft. Nach einem ersten kleinen Probeschluck, der die Bezeichnung "trocken" bestätigte, ließ ich dem Wein Zeit, um sein volles Aroma zu entwickeln. Und das Warten hat sich gelohnt! Es stimmte, was man auf dem rückwärtigen Etikett lesen konnte: Ein Spätburgunder, wie er sein soll: Samtig, vollmundig, stilvoll! Erst beim genaueren Studium der Flasche habe ich dann auch gesehen, dass dieser Wein mit der goldenen Kammerpreismünze bei der Landesprämierung der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz ausgezeichnet wurde. Die Adresse des Weinguts Erbeldinger werde ich mir ganz bestimmt merken! Das Stöbern auf der Website der Winzerfamilie Erbeldinger hat richtig Spaß gemacht. Das freut den kleinen aber feinen journalistisch tätigen Winzer...

Donnerstag, 11. Januar 2018 - 09:08 Uhr
Jetzt ist es da... das neue Jahr

Weihnachten mit seinen Feiertagen und dem damit verbundenen langen Wochenende ist ebenso vorbei wie Silvester, das uns ja auch noch einen freien Montag bescherte. Für die Schulkinder geht es auch in die letzten Ferientage. Unser Original Dresdner Stollen ist gegessen und der wunderschön geschmückte Weihnachtsbaum, mit dem wir in diesem Jahr einen richtigen Glücksgriff gemacht hatten, wartet in seinem grünen Kleid ohne bunte Kugeln und Beleuchtung auf seine Entsorgung durch die Jugendfeuerwehr. Ute und Peter sind auch von ihrer Weihnachtsreise nach Dresden zurück, sitzen wieder brav am Schreibtisch und träumen von "Schinkenmett im Schillergarten" am "Blauen Wunder". Aber es bleibt bei uns in der Winzerstube noch etwas weihnachtlich. Nicht zuletzt, weil viele Süßigkeiten und leckere selbstgebackene Plätzchen auf dem Tisch stehen. Also wird uns Weihnachten 2017 noch einige Zeit in Erinnerung bleiben. Übrigens auch Silvester. Ich hatte an den Feiertagen gearbeitet und daher beim Jahreswechsel auf jeglichen Alkohol verzichtet. Der für diesen Anlass kaltgestellte Sekt steht noch im Kühlschrank und der wird dann bei anderer passender Gelegenheit getrunken.
Und ich, der kleine aber feine Winzer, hat in Sachen Wein und Wingert im Moment sehr wenig zu tun. Mein Muscat bleu und die Suzi sind in ihrem Winterschlaf versunken, obwohl es gar nicht richtig kalt ist. Ich bin gespannt, ob das Wachstum meiner Reben in diesem Jahr früher beginnt. Die regelmäßigen Rund- und Kontrollgänge haben sich auf das Wesentliche reduziert. Ich freue mich aber jetzt schon auf die tollen Sonnenaufgänge im Wingert, gemütliche Abende bei Wein und Mondschein.

Samstag, 6. Januar 2018 - 09:13 Uhr
PROST NEUJAHR!!

Alle Weinliebhaber, Weinfreunde, Leserinnen und Leser meines Weinblogs gut ins neue Jahr gekommen?

Ich wünsche ALLEN von Herzen ALLES GUTE für das neue Jahr!

Freitag, 29. Dezember 2017 - 11:44 Uhr
Rund oder eckig? Dem Wein ist es egal...

Zwischen den Jahren ist es ja nicht nur für einen kleinen aber feinen Winzer ruhiger. Gelegenheit, nachdem an Heiligabend dann doch Bier zum Kartoffelsalat mit Würstchen getrunken wurde und Raclette an den Feiertagen ausgefallen ist, mal den Schreibtisch etwas aufzuräumen. Und da fiel mir doch ein überaus interessanter Zeitungsartikel in die Hände, den ich mir aufgehoben habe. "Ob das Fass rund oder eckig ist, ist dem Wein egal" ist die Überschrift. Ein Pfälzer baut eckige Fässer. Eine Konstruktion aus Eichenholz und Edelstahl. Man würde so Holz und bei der Lagerung Platz sparen. Das eckige Fass des Schreinermeisters aus Bellheim steht bei einem Winzer in Duttweiler und wird dort getestet. Und es ist dicht!! Interessenten für das eckige Fass gibt es auch schon. Kritiker dürfen auch nicht fehlen. Die behaupten, die geraden Seiten sind nicht stabil. Es fehle der Holzkonstruktion an Spannung und diese Fässer würden im Laufe der Zeit undicht werden. Nicht überzeugt hat mich allerdings der Satz eines (sogenannten...) Fachmanns: "Die Fässer sind seit 2000 Jahren rund." Vielleicht nur neidisch, weil er nicht auf die Idee kam!!
Wer mehr zu diesem Thema lesen möchte, hier zwei Links:

http://www.wiesbadener-kurier.de/politik/rheinland-pfalz/eckiges-fass-fuer-wein-erfindung-eines-pfaelzers-soll-holzverbrauch-und-kosten-senken_18403952.htm

https://www.swr3.de/aktuell/nachrichten/Schreiner-aus-der-Pfalz-will-im-Weinkeller-aufraeumen/-/id=47428/did=4618732/m2sd0v/

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Dietmar Funck

Ja, ich bin unter die Winzer gegangen! Ein Vorhaben, das ich als Weinfreund, Weinliebhaber und Weinsammler schon lange ins Auge gefasst und jetzt umgesetzt habe. Verfolgt in meinem Blog, wie sich alles entwickelt.


 

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