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Mein Weinblog

Der Fotograf als Winzer

Sonntag, 24. September 2017 - 16:43 Uhr
Wird Charlotte Freiberger neue Deutsche Weinkönigin?

Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass mein Vater immer wieder gerne Wein des Heppenheimer Weinguts Freiberger getrunken hat. Ernst Funck und Herbert Freiberger kannten sich schon als Kinder und waren zusammen in der Schule. Und so versteht sich, dass in der vom Verkaufsraum zugänglichen gemütlichen Freiberger-Küche immer wieder in unterhaltsamer Runde "die Männer" einen guten Schoppen getrunken und interessante Gespräche geführt haben. Eine schöne Erinnerung an meine Kindheit. Vielleicht wurde schon damals der Grundstein für mein Interesse an Wein gelegt.
Charlotte Freiberger, Bergsträßer Gebietsweinkönigin 2016/17, hat jetzt die erste Hürde zur Wahl der Deutschen Weinkönigin 2017/18 genommen. Zusammen mit weiteren fünf Weinhoheiten aus den Anbaugebieten Rheinhessen, Nahe, Franken, Pfalz und Sachsen hat sie sich bei der Vorentscheidung in Neustadt an der Weinstraße qualifiziert. Die Wahl zur neuen Deutschen Weinkönigin wird am Freitag, 29. September, ab 20.15 Uhr im SWR Fernsehen ausgestrahlt. Ich werde mir nicht nur als interessierter Weinliebhaber sondern auch als Freund des Weingutes und als fotografischer Begleiter von Charlotte Freiberger die Sendung ansehen.

Mehr über die Wahl zur Deutschen Weinkönigin, Bilder und Infos gibt es hier: http://www.deutscheweinkoenigin.de/
Zum Weingut Freiberger geht es hier: http://www.weingut-freiberger.de/

Montag, 18. September 2017 - 11:09 Uhr
Weinlese vom Norden bis zum Süden in vollem Gange

Wer in den letzten Tagen aufmerksam die Zeitungen liest, der kann verfolgen, dass derzeit vom hohen Norden bis weit in den Süden von Deutschland die Weinlese in vollem Gange ist. Nicht nur an der Bergstraße sind die Winzer fleißig, um in ihren Wingerten die Trauben zu ernten. Auch in einem der nördlichsten und kuriosesten Weinbergen in unserem schönen Land, an den Landungsbrücken des Hamburger Hafens, war man mit der Rebschere unterwegs. Die dort gehegten und gepflegten Reben sind ein Geschenk der Wirte des "Stuttgarter Weindorfes" an die Hamburgische Bürgerschaft. 50 Stöcke der Sorten Regent (rote Trauben) und Phönix (weiße Trauben) wurden bereits 1995 an prägnanter Stelle gepflanzt. Im Jahr 2010 kamen weitere 50 Rebstöcke hinzu. Allerdings werden die Trauben nicht in Hamburg verarbeitet. Dazu muss das Lesegut eine weite Reise antreten, denn in Stuttgart soll aus ihnen Wein werden.
Fleißig bei der Arbeit sind auch die Weinbauern am Bodensee. Der große Schatz ausgezeichneter Weine, die es zum Beispiel in und um Hagnau - lieblich bis trocken ausgebaut - gibt, haben es auch mir angetan. Und wann immer ich eine Weinreise an das "schwäbische Meer" unternehme, fülle ich mit edlen Weinen vom Bodensee meinen kleinen aber feinen Weinkeller auf. Allein in Hagnau, einem Ort mit knapp 1400 Einwohnern, gibt es mehr als 50 Winzerfamilien. Viele der Trauben aus ihren Weinbergen kommen zum Winzerverein Hagnau, der ältesten Winzergenossenschaft im Weinanbaugebiet Baden. Dort kann sich in den Kellern dann der Wein in Ruhe entwickeln. Sehenswert sind dort auf jeden Fall die gigantischen 700-Liter-Holzfässer, die an die unterschiedlichsten Jubiläen erinnern.
Kennengelernt habe ich dieser Tage die Bezirksleiterin der Württembergischen Weingärtner-Zentralgenossenschaft, die in Möglingen ansässig ist. Es war ein überaus interessanter Abend mit Cornelia Mader, bei dem natürlich der Wein im Mittelpunkt stand. Ich habe als kleiner aber feiner Winzer sehr viel über die "WZG-Weine" und natürlich über die Genossenschaft erfahren, die 1946 gegründet wurde und Weinausbau, Weinpflege und Vermarktung der Weine ihrer Mitglieder erfolgreich übernimmt. Einen Blick auf die Homepage der "Württembergischen Weingärtner-Zentralgenossenschaft e.G." unter www.wzg-weine.de kann ich nur empfehlen. Er lohnt sich. Und für mich wird die WZG in Möglingen eines meiner neuerlichen Ziele ausgesuchter Weinreisen sein.

Montag, 11. September 2017 - 12:32 Uhr
Geschafft - das Bergsträßer Winzerfest ist vorbei

So, das Bergsträßer Winzerfest ist vorbei! Ich war nicht so oft unterwegs, aber die Highlights, wie den Empfang für Ehrengäste (bin ich ein Ehrengast...?), die Krönung der neuen Bergsträßer Gebietsweinkönigin Jessica Lehmann, den Jubiläums-Festzug, die große Weinprobe, das wunderschöne Brillantfeuerwerk und die Prämierung des Festzuges am letzten Tag habe ich mit der Kamera begleitet. Dabei sein ist ALLES!! Das habe ich mir auch mal abends ganz privat gesagt und einige weinfrohe Stunden mit meiner Frau, meinem Lieblingsschwager und Freunden dort verbracht.
Mein Wingert ist abgeerntet, die Trauben schon verarbeitet. Also für den kleinen aber feinen Winzer, wie ich einer bin und wie ich mich fühle, alles erledigt. Jetzt heißt es aber wieder aufräumen, saubermachen und Ordnung schaffen. Ist ja viel in den letzten Wochen liegen geblieben.
Der erste Federweißer der Bergstraße wird angeboten!! Da werde ich doch mal bei der Bergsträßer Winzer eG reinschauen und eine Flasche holen. Bin gespannt, wie er schmeckt! Zwiebelkuchen dazu mag ich allerdings nicht so. Lieber zum Federweißen deftige Hausmannskost: Frisches Brot mit Leber-, Blutwurst oder Schwartenmagen. Die Geschmäcker sind halt verschieden.
Und dann werde ich mich, nach getaner Arbeit, mal ein bisschen ausruhen! Meinen Weinkeller inspizieren, sortieren und schauen, was demnächst zur Verkostung ansteht. Jetzt, wo es bald Herbst wird, müsste ich mich mehr dem Rotwein zuwenden. Einige besondere Köstlichkeiten habe ich schon ins Auge gefasst, deren Geschmack mich sehr interessiert. Zum Beispiel eine besondere Cuveé-Variation, die Bensheims Bürgermeister Rolf Richter kreiert hat.
Also: Es gibt immer was zu tun, auch wenn es im Moment nicht so eilt.
Nach dem Bergsträßer Winzerfest ist ja bekanntlich vor dem größten Weinfest an der Bergstraße. Und wenn ich bei einem Glas Rotwein alle Ereignisse der letzten Zeit vor meinem inneren Auge Revue passieren lasse, denke ich ganz bestimmt auch schon an die Weinfeste im nächsten Jahr.

Die Bilderleiste zeigt das wunderschöne Feuerwerk beim Winzerfest. Ich hatte wirklich einen Logenplatz für meine Aufnahmen!!!

Dienstag, 5. September 2017 - 10:28 Uhr
Es stimmt: Stress für Winzer

Ich gebe zu, dass ich als kleiner aber feiner Winzer am Sonntagabend ein Bier getrunken habe. Beim ersten Schluck fiel der Stress der letzten Wochen von mir ab und ich lehnte mich zufrieden auf dem Sofa zurück: GESCHAFFT!!

Für meinen kleinen Wingert und meinen Weinblog hatte ich in den letzten Tagen vor dem Bergsträßer Winzerfest in Bensheim leider nur wenig Zeit. Im Mittelpunkt stand aber trotzdem der Wein. Ich war auch dieses Jahr mit der Kamera bei den Winzerinnen und Winzern an der Hessischen Bergstraße zu Gast, um Fotos für die beliebte Winzerfestbeilage des Bergsträßer Anzeigers zu machen. Schöne Motive, hervorragende Bilder und eine tolle Gelegenheit, sich auszutauschen. Ein bisschen Wehmut gab es in diesem Jahr bei meiner "Weingütertour": Das traditionsreiche Weingut Seitz in Auerbach hört auf. Mit Winzer Peter Schott und seiner Frau Margarete geborene Seitz konnte ich in all den vielen Jahren immer sehr tiefgründige Gespräche führen. Schade, kann ich nur sagen, dass sie aufgehört haben. Jetzt verkaufen sie noch den Wein des Jahrgangs 2015. Dann ist ganz Schluss. Dafür gibt es aber das neue Weingut "Schloss Schönberg". Bin schon gespannt! Wenn der erste Wein angeboten wird, werde ich ihn probieren.

Und jetzt hat die Bergstraße eine neue Gebietsweinkönigin. Jessica Lehmann bekam bei der Eröffnung des 80. Bergsträßer Winzerfestes in Bensheim die begehrte Krone aufgesetzt. Charlotte Freiberger aus Heppenheim, unsere Weinkönigin 2016/17, wird dann an der Wahl zur 69. Deutschen Weinkönigin teilnehmen. Sie war schon zusammen mit den Bewerberinnen aus den anderen Weinanbaugebieten in Neustadt an der Weinstraße bei einem Vorbereitungsseminar für diesen besonderen Fernseh-Abend. Auch ich drücke ihr schon jetzt ganz fest die Daumen!! Klar, dass ich bei einem Gläschen Wein die Sendung verfolgen werde.

Und meine Trauben? Die haben wir gestern geerntet. Wunderschöne dunkelblaue Trauben mit einer feinen Süße. Den Regen und vor allen Dingen den Hagelschauer am Samstagnachmittag haben sie überstanden. Ich bin mit meiner frühen Weinlese übrigens nicht alleine. Viele Winzer sind parallel zum großen Winzerfest im Ernteeinsatz. Also stimmt die Überschrift: "Stress für Winzer..." auch für mich!!

Dienstag, 22. August 2017 - 10:05 Uhr
Weinlese 2017 hat begonnen

"Solaris" ist die Rebsorte, die jetzt in der Pfalz als erste gelesen wird. In Duttweiler, einem Weindorf, das zu Neustadt an der Weinstraße gehört, sind die Erntehelfer schon fleißig unterwegs. Aus den Trauben ist Federweißer geworden, der einen ersten Vorgeschmack auf den Jahrgang 2017 gibt.

Auch die Bergsträßer Winzer, so habe ich bei mehreren Gesprächen mit den Kolleginnen und Kollegen gehört, stehen in den Startlöchern. Die Trauben sind prall gefüllt. Man hat sogar Angst, dass Wespen sie anstechen oder weiterer Regen sie platzen lässt. Manche überlegen, schon vor dem Bergsträßer Winzerfest in Bensheim, die ersten Trauben zu ernten.

Die Früchte meiner Rebstöcke sind auch schon reif und könnten geerntet werden. Sie leuchten wunderschön in der Morgensonne. Ein Rundgang durch meinen Wingert ist gerade jetzt besonders schön. Ich glaube, dass ich aber noch etwas mit der Weinlese warte. In den nächsten Tagen soll es laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes noch mal sonnig und warm werden. Da fange ich doch noch ein Paar Sonnenstrahlen ein.

Übrigens: Die Pfalz ist das dritte Jahr in Folge das Anbaugebiet mit dem frühesten Lesebeginn in Deutschland. Letztes Jahr ging es erst" am 22. August los. Die Hauptlese soll dann Anfang September sein. Dann wird der Müller-Thurgau geerntet.

Montag, 7. August 2017 - 12:43 Uhr
Eine ganz besondere spontane Weinprobe

Die Pfalz hat es mir in der letzten Zeit in Sachen Wein mal wieder sehr angetan. Die Zeiten, dass es dort nur "Massenware" angeboten wird, ist längst vorbei. Es gibt richtig guten, nein sehr, sehr guten Wein, den ich in der vergangenen Woche wieder einmal mehr probieren konnte. Ziel unseres kleinen Ausflugs am Anfang der Woche war die Winzergenossenschaft in Kallstadt.

Die Weinprobe begann mit einem trockenen Secco. Dann folgten feinherbe Rieslinge der Spitzenlage "Saumagen", ein Silvaner der gleichen Lage, ein Rivaner und ein Portugieser Weißherbst. Erwähnen möchte ich auch noch den Pinot-Rosé-Sekt, brut, sowie den Kallstadter Kobnert Riesling-Sekt, extra trocken. Zur Krönung des Tages - als kleiner aber feiner Winzer muss man sich auch mal etwas gönnen dürfen - waren wir im Weinhaus Henniger und haben uns dort mit Pfälzer Köstlichkeiten kulinarisch verwöhnen lassen.

Am Sonntagabend ergab sich dann noch eine weitere, wenn auch kleine aber durchaus anregende und unterhaltsame Weinverkostung. Im schmucken Garten auf der neuen Terrasse von unseren Freunden Daniela und Lars wollten wir gemeinsam in den lauen Abendstunden zwei unterschiedliche Weine probieren. Ganz bewusst haben wir die sonst übliche Reihenfolge (erst trocken und dann feinherb) "rumgedreht".

Zuerst war ein 2016er Riesling Kabinett feinherb aus der Lage Hemsberg in Bensheim im Glas. Ausgebaut vom Weingut Volker Dingeldey in Bensheim-Gronau. Ein sehr angenehmer Wein mit fruchtiger Note. Passend, um in dieser Runde bei dezenter Hintergrundmusik zu plaudern.
Als zweite Flasche wurde dann ein 2014er Cuvée aus Riesling und Sauvignon Blanc, trocken, der Lage Osterberg in Großkarl des Weinguts Dietrich, geöffnet. Sehr ansprechend im Glas, für mich nicht zu trocken, feine Note und sehr elegant auf der Zunge. Passend zu den gereichten Erdnüssen und Salzstangen. Auch die zweite Flasche war - nicht auch zuletzt wegen der sehr, sehr netten Unterhaltung - zum Schluss ganz ausgetrunken. Das Weingut Dietrich ist seit über 400 Jahren mit dem Weinbau und Großkarlbach verwoben. Ein "Klick" auf die Homepage des Weingutes (www.weinhof-dietrich.de) gibt jedem Weinfreund und Weinliebhaber einen interessanten Ein- und Überblick.

Mit unseren neuen Erfahrungen nach dieser besonderen Weinprobe haben wir den dann doch kühlen Abend beendet. Wir freuten uns, so spontan getroffen zu haben. Es wird, so sind wir alle überzeugt, sicher nicht das letzte Mal gewesen sein.

Übrigens: Auf der Bild-Collage kann man sehen, wie wunderschön es im Moment in meinem ganz besonderen "Wein-Refugium" aussieht....

Dienstag, 25. Juli 2017 - 12:37 Uhr
Freiburg: Immer ein Ausflug wert

Auch ein kleiner aber feiner Winzer, der natürlich immer sehr intensiv auf seinen eigenen Wingert schaut, blickt auch gerne mal über den bekannten "Tellerrand" hinaus. In den letzten Tagen war ich (übrigens bereits zum zweiten Mal...) in Freiburg im Breisgau. Einmal, weil ich demnächst dort fotografieren möchte, um mein Bilder-Portfolio mit Aufnahmen der Stadt selbst und natürlich der umliegenden Region zu erweitern. Aber auch, um mich intensiver mit dem dortigen Wein zu beschäftigen.
Diese sehr interessante und überaus lebhafte Stadt ist deswegen für einen interessierten Weinfreund so bereichernd, weil sie im Dreiländereck Deutschland - Frankreich - Schweiz liegt. Die schmucken Weinberge schmiegen sich förmlich an den Schwarzwald und können so die badische Sonne genießen. Die Qualitäten der Weine aus dieser Region sind sehr überzeugend. Grauburgunder, Müller-Thurgau, Weißburgunder und natürlich Gutedel waren die Weine, die ich verkostet habe. Leider war für mehr Weingenuss keine Zeit. Und mal ehrlich: Ich habe auch zwei besondere Biere aus zwei unterschiedlichen Freiburger Brauereien probiert.
Fazit: Ich werde, nein ich MUSS, mal länger hierher fahren, um schöne Bilder zu machen und weitere Weine zu probieren.

Dienstag, 18. Juli 2017 - 17:31 Uhr
Was ich schon lange mal sagen und fragen wollte...

Es ist einfach schön in meinem Wingert! Die Trauben entwickeln sich langsam aber ganz sicher und manche Beere hat schon richtig "Farbe" bekommen. Mein Weinfreund Peter hat auch schon reichlich Trauben in seinem Weinberg.
Als ich heute zwischen den Reben saß, ganz entspannt mit einer Zeitschrift, die ich lesen wollte, versanken meine Gedanken, die dann allerdings Fragen aufwarfen, die mich immer wieder in Erstaunen versetzen.
Gestern habe ich das Unkraut mit einem kleinen Messer aus den Ritzen des Fußweges umständlich aber effektvoll entfernt und anschließend die Straße gekehrt. Gestaunt habe ich, als ich jede Menge Zigarettenkippen auflesen musste. Ich habe wirklich nichts gegen Raucher. Wirklich!! Aber warum müssen die ausgerauchten Kippen dann einfach auf die Straße geworfen werden? Papiertüten, Tempotaschentücher, Flaschen... Alles habe ich schon aufgesammelt.
Oft frage ich mich auch, warum Radfahrer immer über rote Ampeln fahren müssen. Man hält an der roten Ampel an und sieht schon im Rückspiegel einen perfekt gestylten Radler, der sich durch die Autoschlange windet. Und dann noch zwischen den von rechts und links kommenden hupenden Autos durchfährt. Zur Krönung schimpft er mit ihnen und zeigt den verdutzten Autofahrern, die ihn beinah umgefahren hätten, den "Stinkefinger". Was soll das?
Warum rasen die Autofahrer in verkehrsberuhigten Bereich immer ganz besonders?
Fährt man dort langsam und mehr als aufmerksam, dann wird man von den Nachfolgenden immer bedrängt. Die fluchen, geben Lichthupe oder schütteln genervt den Kopf. Die Krönung war mal, als mich ein Autofahrer in diesem besonderen Bereich hupend überholte. Ich wusste allerdings etwas, was er nicht wusste: Keine 50 Meter weiter stand ein "mobiler Blitzer" der Polizei, der natürlich auch auslöste! War bestimmt ein schönes Foto!! Ob er in Zukunft langsam fährt?

In diesem Sinne... Prost!! Ein kühler Müller-Thurgau vom Bodensee bringt mich bestimmt wieder auf andere Gedanken!! Gedanken um den Wein und meinen Wingert.


Dienstag, 11. Juli 2017 - 14:37 Uhr
Kleine ausgefallene Weinprobe.... trotz Hitze!!

Selbst die Hitze dieser Tage konnte mich nicht abhalten, an einer ganz besonderen Weinprobe teilzunehmen. Eigentlich war eine gemütliche und zwanglose Kaffeerunde bei Sigrid und Peter angesagt. Als dann bei der Unterhaltung über Wein sich die Frage ergab, ob denn zu der süßen selbst gebackenen Köstlichkeit auch ein trockener Weißwein passen würde, mussten wir es einfach ausprobieren! Annette hatte einen leckeren Johannisbeerkuchen mit Baiser gezaubert. Ein lockerer Teig, dessen Süße zu den beerigen, leicht säuerlichen Früchten und den abdeckenden köstlichen Eischnee bestens passte. Sigrid entschied sich für einen 2016er Grauen Burgunder vom Weingut Götzinger in Bensheim Zell. Gut gekühlt in sehr feinen, historischen Gläsern aus Bleikristall nahmen wir einen ersten Schluck. Der Wein perlte leicht im Glas, was auf der Zunge für eine besondere Frische sorgte. Ein typischer Grauburgunder Geschmack breitete sich aus. Die Vorbereitung auf die etwas andere Weinprobe.
Zu Anfang nahmen wir ein kleines Stück des Kuchenbodens und tranken dazu den Wein. Es passte nicht so gut, war mein geschmackliches Empfinden. Da mundeten die Johannisbeeren schon besser. Die säuerliche Süße und der Wein gaben einen harmonischen Geschmack, dessen plötzliche Fülle doch sehr erstaunte. Eine interessante und absolut neue Erfahrung. Der Höhepunkt schlecht hin war, als man den gesamten Kuchen mit dem Wein kombinierte.

Jetzt wollten wir es wissen: Wie passen ein deftiger Schinken und eine sehr würzige Salami zum Grauburgunder? Hervorragend!! Das war die einhellige Meinung!!

Mit unseren etwas ausgefallenen Kombinationen an diesem heißen Sommer-Nachmittag machten wir Erfahrungen, die uns noch lange in Erinnerung bleiben werden. Süßsaurer Kuchen, Schinken, Salami und Grauer Burgunder von einem kleinen aber weit über die Grenzen der Bergstraße hinaus bekannten Weingut, die ausgelassene freudige Stimmung mit tiefgreifenden Gesprächen: Ein wirklich runder Nachmittag mit Freunden.

Dienstag, 4. Juli 2017 - 07:39 Uhr
Weingut zu verkaufen...

Schilder mit der Aufschrift WEINGUT ZU VERKAUFEN könnte man unter Umständen künftig vermehrt lesen, wenn man durch die deutschen Weinanbaugebiete fährt. Unter der Überschrift NACHFOLGER GESUCHT habe ich dieser Tage einen interessanten Artikel gelesen. Darin wurde berichtet, dass die Zahl der Weingüter, die keinen Nachfolger mehr finden, steigt. So war zu lesen, dass in 90 Prozent der Fälle ältere Winzer verkaufen, weil keine Kinder da sind oder diese das Weingut nicht weitermachen wollen. Der Verkauf und die Übergabe der Weinberge sei wirklich ein Schritt schweren Herzens, denn der Betrieb war oft über viele Generationen in Familienhand. Die Käufer seien meist Quereinsteiger, die ihren eigenen Wein machen wollen. Oder Unternehmer, die langfristig eine solide Anlage in einem eigenen Weingut sehen, das über Generationen weitergegeben werden kann.

Dass dieser (unternehmerische...) Gedanke offensichtlich nicht ganz von der Hand zu weisen ist, erfährt man derzeit auch an der Hessischen Bergstraße, dem kleinsten Weinanbaugebiet. Hier eröffnete in Bensheim am Wochenende das WEINGUT SCHLOSS SCHÖNBERG. In einem Flyer liest man: Es weht ein frischer Wind an der Hessischen Bergstraße! Und dieser Satz gleich mit Ausrufezeichen. In Auerbach und Schönberg sind die 6,5 Hektar Rebflächen, die bewirtschaftet werden. Das junge Team, an der Spitze Winzerin Rabea Trautmann, hört nach eigenen Angaben auf sein Bauchgefühl und gibt den Reben und Weinen Freiraum. Auch, in dem man die Natur im Weinberg natürlich sein lässt. Die Herzen der Weinmacher an der Grieselstraße schlägt für Burgunderweine, die man vermehrt an die Bergstraße bringen möchte.

Bei uns tut sich was in Sachen Wein!! Man darf also gespannt sein...

Übrigens: Ich denke weder daran, meine Reben zu verkaufen, noch vielleicht im Ruhestand mir als kleiner aber feiner Winzer ein Weingut zuzulegen. Wenigstens im Moment noch nicht. Man soll aber bekanntlich nie NIE sagen....

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Dietmar Funck

Ja, ich bin unter die Winzer gegangen! Ein Vorhaben, das ich als Weinfreund, Weinliebhaber und Weinsammler schon lange ins Auge gefasst und jetzt umgesetzt habe. Verfolgt in meinem Blog, wie sich alles entwickelt.


 

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